Keysight Technologies Signal- und Spektrumanalysatoren im Wandel

Dank vielfältiger interaktiver Funktionen und des großen Displays erlauben die Analysatoren 
der X-Serie von Keysight tiefe Einblicke in das Schaltungsdesign
Dank vielfältiger interaktiver Funktionen und des großen Displays erlauben die Analysatoren der X-Serie von Keysight tiefe Einblicke in das Schaltungsdesign

In der Technologie basieren Veränderungen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, meist auf einer ganzen Reihe einzelner Innovationen. Das gilt auch für die Evolution der Spektrum- und Signalanalysatoren. Wohin diese Entwicklung führt, zeigen die neuen Geräte der X-Serie von Keysight.

Von Cherisa Kmetovicz, Product Manager for Communications Measurement Solutions, Keysight Technologies

Den größten Umbruch im Blockschaltbild der Gerätefunktionen zeigt die Zwischenfrequenz-Sektion (ZF). Die steigende Leistungsfähigkeit schneller A/D-Wandler, digitaler Filter und der schnellen Fourier-Transformation ermöglichte den Übergang von der skalaren zur vektoriellen Signalverarbeitung. Das spiegelt zunehmend auch die Natur der Signale und die Architektur der Systeme wider, mit denen die Entwickler heute in der Messtechnik konfrontiert sind.

Die anderen wichtigen Veränderungen liegen in der Benutzerschnittstelle sowie in der gesamten Anwendererfahrung. Berührungsempfindliche Bildschirme, wie sie in Smartphones, Tablets und PCs weit verbreitet sind, kommen immer häufiger auch in Signalanalysatoren zum Einsatz. Sie erschließen neue Ebenen der Interaktion und eröffnen intuitive Einblicke in das Zusammenspiel von Ursache und Wirkung bei Entwicklung, Fehlersuche und Korrektur.
Technologie - dem Benutzer angepasst

In den letzten Jahrzehnten haben einige technologische Entwicklungen das vertraute Paradigma des gewobbelten Spektrumanalysators verlassen. Die wichtigsten waren die Vektor-Signalanalysatoren (VSA) in den frühen 1990er-Jahren und, rund zehn Jahre später, die Echtzeit-Spektrumanalysatoren (RTSA) im Formfaktor von Laborgeräten. Diese neuen Geräte arbeiteten anders als traditionelle Spektrumanalysatoren, führten andere Messungen durch und präsentierten andere Darstellungen der Ergebnisse. Für manche Anwender war das ein wesentliches Hindernis.

Heute dient die Technologie in modernen Signalanalysatoren - beispielsweise der X-Serie von Keysight - dazu, nahezu jede Messaufgabe einfacher und schneller zu erledigen. Zwei Wege führten zu diesem Ziel: Zum einen bietet ein einziges Gerät sowohl Wobbel- als auch Vektor- und Echtzeit-Signalanalyse. Zum anderen sind vereinfachte Einstellungs- und Messprozeduren verfügbar, egal welche Betriebsart der Benutzer auch wählt. Durch die Berührungssteuerung erschließt sich ein großes Angebot an Mess-, Darstellungs- und Analysefunktionen ohne die komplexen Tastatur-Softkey-Kombinationen früherer Benutzerschnittstellen.

Leistung an der Fingerspitze

Jeder Signalanalysator der X-Serie verfügt jetzt über ein großes Display (36 cm Bildschirmdiagonale beim Modell UXA, 27 cm bei den anderen) mit einer Berührungssteuerung vergleichbar mit der eines Tablet-PCs. Mess- und Anzeige-Einstellungen lassen sich mit vertrauten Bewegungen steuern: Einfaches oder doppeltes Tippen, um einen Parameter auszuwählen oder ein Fenster zu vergrößern, zwei Finger zueinander oder auseinander bewegen, um die Zoom-Funktion zu steuern, mit dem Finger drücken und halten, um ein Kontextmenü für weitere Wahlmöglichkeiten aufzurufen.

Dabei bleibt die Intuitivität des gewobbelten Analysators erhalten. Eine einzige Berührung des Menüfeldes im Display, der Einstellungsleiste, eines Kommentarpunktes oder eines Drop-down-Fensters eröffnet den direkten Zugriff auf wesentliche Parameter, egal ob die Messaufgabe eine einfache Spektrumanalyse oder eine komplexe digitale Demodulation ist.

Tatsächlich braucht es nicht mehr als zwei Berührungen, um die meisten Operationen auszuführen. Das erlaubt eine schnelle Navigation durch die Darstellungsmöglichkeiten und Analysefunktionen, ohne das gute Gefühl bei grundlegenden Spektrum-Messungen mit dem gewobbelten Analysator zu verlieren.

Die Lernkurve verkürzen

Durch die zunehmende Komplexität sowohl der Signale als auch der Messverfahren stehen Anwender oft einer steilen Lernkurve gegenüber. Bei den Signalanalysatoren empfehlen sich zwei Wege, um diese zu mildern: die Abweichungen von dem vertrauten Anwendungsmodell zu minimieren und die gleiche Benutzeroberfläche sowie dieselben Applikationen und Programmierbefehle über unterschiedliche Messplattformen hinweg zu verwenden.

Die gemeinsame interne Architektur der fünf Modelle in der X-Serie - UXA, PXA, MXA, EXA und CXA - beinhaltet eine Abstraktionsschicht. Sie schirmt den über die Frontplatte zugreifenden Anwender und auch den Geräteprogrammierer so weit wie möglich von internen Hardware-Unterschieden und Komplexitäten ab. Ein wesentlicher Vorteil ist das konsistente Bedienen und Programmieren aller Modelle der Gerätefamilie. Ein Gerät der X-Serie zu beherrschen bedeutet, mit allen fünf gut umgehen zu können.