TTI / Sensata Sichere Automatisierung in der Fördertechnik

Fahrerlose Transportsysteme kommen zunehmend in Fördertechnik-Anwendungen zum Einsatz, in denen die Industrie 4.0 den Nutzen der integrierten Automatisierung weiter steigert.

Automatisierte und integrierte Systeme haben sich in Industrien wie der Fördertechnik als effiziente und kostengünstige Alternative erwiesen. Der zunehmende Einsatz fahrerloser Transportsysteme (FTS) in diesen Anwendungen erhöht den Bedarf an sicheren und zuverlässigen Messsystemen und Steuerungen.

Von Alessandro Bosio, Sensata Technologies

Die Industrie-4.0-Revolution ermöglicht eine neue Generation von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) für den Einsatz in der ersten Welle von intelligenten Fertigungsstätten und Vertriebsstandorten. Diese Revolution erfordert auch neue Denkmodelle über alle Aspekte der Fördertechnik hinweg, insbesondere wenn es um funktionale Sicherheit und die Reduzierung von Arbeitsunfällen geht, und stellt gleichzeitig eine neue Herausforderung für Hersteller von Mess- und Steuerungstechnik dar.

Ein Markt in Bewegung

Die Einführung von FTS in der Welt der Fördertechnik ist wenig spektakulär verlaufen, doch mit der vierten technologischen Revolution und dem Aufkommen von vernetzten Arbeitsplätzen werden die Karten vollständig neu gemischt.
Auf FTS entfallen zurzeit rund 10 % des weltweiten Marktes für automatisierte Fördertechniksysteme.

Die Zukunft von FTS wird zweifellos autonom sein – mit Systemen, die anpassungsfähig sind und intelligenzbasierte Funktionalitäten bieten, um in Grenzbereichen auf Situationen reagieren zu können, die bei der Entwicklung nicht vorprogrammiert wurden. Fahrerlose Transportsysteme für den Einsatz in Produktionsstätten, Industriebetrieben, im Einzelhandel, in Lagern usw. können in vier Kategorien unterteilt werden: Gabelstapler (die Güter horizontal und vertikal bewegen) Palettenhubwagen (nur horizontal) Schleppfahrzeuge und Stückgutfördersysteme (zum Transport von schweren Gütern vom Förderband zur Montagelinie).

Heute werden die meisten FTS eingesetzt, um die Fördertechnik und Verpackungslogistik zu automatisieren, wobei Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Einige Unternehmen haben bereits die nächste Stufe der Automatisierung umgesetzt und verwenden zur Aufnahme von gewünschten Objekten Roboterarme, wodurch auf menschliche Eingriffe vollständig verzichtet werden kann. Während dies das erklärte Ziel der Branche ist, stellen die Objekterkennung und das Greifvermögen zwei der größten Herausforderungen dar, die derzeit noch zu lösen sind.

Warum wenden sich Fertigungs- und Logistikbetriebe dennoch verstärkt FTS-basierten Lösungen zu? Einer der Gründe dafür ist, dass sich FTS langfristig als effizienter und kostengünstiger als von Menschen bediente Fördertechnikanlagen erwiesen haben. Zusätzlich sind FTS immanent sicherer, da sie das Problem von Fehlbedienungen vollständig eliminieren. Zu den Argumenten dagegen zählen jedoch die hohen Anschaffungs- und Einrichtungskosten sowie der Umstand, dass nicht alle Standorte für diese Systeme am Boden ausreichend Platz bieten. Das vielleicht größte Hindernis für den breitflächigeren Einsatz von FTS ist jedoch, dass es noch keine einzelne Navigationstechnologie gibt, für die ein einheitlicher Standard aufgestellt, verglichen und bemessen werden kann.