Neue Branchenstatistik des AMA Fachverbands Sensorik & Messtechnik: Wirtschaftliche Normalisierung nach deutlichen Turbulenzen

Die Sensorik und Messtechnik präsentiert sich 2011 mit gesundem Wachstum in Umsatz, Investitionen, Export und einem stetig wachsenden Bedarf an Fachkräften. Das ergab die Januarumfrage des AMA Fachverbandes unter seinen Mitgliedern.

Der AMA Fachverband (AMA) befragte seine Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung des Jahres 2011: Das Ergebnis weist insgesamt ein Wachstum aus.

Die deutsche Wirtschaft erhielt zum Jahresende 2011 durch die Unsicherheiten infolge der Euro-Schuldenkrise einen Dämpfer. Nachdem die Sensorik und Messtechnik Anfang 2011 einen fulminanten Start hinlegte, sanken die Umsätze ab Jahresmitte und die Auftragseingänge gingen im vierten Quartal um 1,7 Prozent zurück.

Diesen Umständen zum Trotz erwirtschafteten die AMA-Mitglieder für das gesamte Jahr 2011 ein zweistelliges Umsatzplus von 15 Prozent. Verglichen mit den elf Prozent Umsatzwachstum der deutschen Industrie im Jahr 2011, zeigt sich die Sensorik und Messtechnik damit wachstumsorientiert und blickt zuversichtlich in das Jahr 2012.

Nach den Erwartungen für das laufende Jahr befragt, rechnen die AMA-Mitglieder mit einem Umsatzplus von fünf Prozent zum Vorjahr.

75 Prozent Exportwachstum von 2004 bis 2011

Einen deutlichen Umsatzschub verzeichnet die Sensorik und Messtechnik durch den zunehmenden Export. Betrachtet man die Exportentwicklung der Branche, zeigt sich langfristig ein kräftiges Wachstum. Die AMA-Mitglieder steigerten das Exportvolumen in den Jahren 2004 bis 2011 um 75 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich das Exportwachstum in europäische Länder, Exporte in Länder außerhalb Europas hingegen stagnieren. »Wir sehen uns als Verband in der Pflicht, unseren Mitgliedern die Wege auch ins nichteuropäische Ausland zu ebnen«, sagt AMA-Ältestenratsvorsitzender Reinhold Rösemann. »Bereits heute pflegen wir enge Wirtschaftskontakte in den Wachstumsmarkt China und wir werden diese Aktivitäten weiter ausbauen.«

Steigende Mitarbeiterzahlen und Investitionsbereitschaft

Einen sehr positiven Trend verzeichnet die Sensorik und Messtechnik in immer weiter wachsenden Mitarbeiterzahlen. Zeigt das verarbeitende Gewerbe bei der Mitarbeiterzahl seit Jahren laut Statistischem Bundesamt keine signifikanten Veränderungen mehr, so legte die Sensorik und Messtechnik in den letzten sechs Jahren mit 22 Prozent kräftig zu.

Weitere gute Nachrichten: In der Erholungsphase steigerte die Sensorik und Messtechnik ihre Investitionen um ein Plus von 16 Prozent und lag damit deutlich über den Investitionen der Vorjahre. Im Wirtschaftsjahr 2012 will die Branche vier Prozent mehr als im Vorjahr investieren und würde sich damit wieder auf ihr normales Wachstum der Vorkrisenzeit einpendeln.

Fazit: Die Ergebnisse der AMA Januarumfrage setzen klare, positive Akzente in die wirtschaftliche Entwicklung der Sensorik und Messtechnik, die als die Schlüsselbranche des technischen Fortschritts gilt.