Rohde & Schwarz Schneller EMV-Messempfänger

Der EMV-Messempfänger »R&S ESR« misst dank seiner Breitband-Architektur Störemissionen laut Hersteller um bis zu 6000-mal schneller als andere Messempfän­ger.
Der EMV-Messempfänger »R&S ESR« misst dank seiner Breitband-Architektur Störemissionen laut Hersteller um bis zu 6000-mal schneller als andere Messempfän­ger.

Eines der Highlights auf dem Messestand von Rohde & Schwarz auf der electronica 2012 ist der EMV-Messempfänger »R&S ESR«. Dank seiner Breitband-Architektur misst er Störemissionen laut Hersteller um bis zu 6000-mal schneller als andere Messempfän­ger.

Erhältlich in zwei Modellvarianten für die Frequenzbereiche von 10 Hz bis 3 GHz bzw. 7 GHz, adressiert Rohde & Schwarz mit dem neuen Messempfänger grundsätzlich alle An­wender, die EMV-Zertifizierungen an kommer­ziellen Geräten vornehmen. Das Gerät misst mit einem Time-Domain-Scan – einer FFT-basierten Empfängertechnologie –, damit las­sen sich normenkonforme EMV-Messungen nach Angaben von Rohde&Schwarz in Sekun­den statt wie bislang in Stunden durchführen.

Die Spektrogramm-Funktion stellt das analy­sierte Spektrum lückenlos über die Zeitachse dar und zeichnet bis zu fünf Stunden auf. So erfassen Entwickler auch sporadisch auftreten­de Störsignale. Der Frequenzmaskentrigger reagiert auf einzelne Ereignisse innerhalb ei­nes Störspektrums. Wird die Maske verletzt, löst das ein Triggerereignis aus. Die Messung wird angehalten und Anwender können Ursa­che und Wirkung des Störers gezielt untersu­chen. Der Nachleuchtmodus ermöglicht es, klar zwischen Puls- und Dauerstörern zu un­terscheiden. Er stellt die Wahrscheinlichkeit auftretender Frequenzen und Amplituden in verschiedenen Farben dar.

Auf diese Weise las­sen sich auch Störer erkennen, die von einem breitbandigen Signal überlagert werden. Zum Vergleich mit vorhandenen Messergebnissen können Anwender alternativ die klassische schrittweise Frequenzabstimmung des R&S ESR nutzen. Zudem ist das Gerät ein vollwer­tiger Spektrumanalysator und bietet damit Analyse-Tools wie ZF-Analyse und Zeitbe­reichsdarstellung, z.B. zur Knackratenanalyse. Die Bedienstruktur ist einfach gehalten. Die verschiedenen Messmodi sind klar voneinan­der getrennt, die Betriebsart wird auf Knopf­druck gewechselt. Komplexe Messungen und automatisierte Testabläufe sind einfach auf dem übersichtlichen Touchscreen zu konfigu­rieren. Über die »R&S EMC32«-Applikations­software lässt sich das Gerät fernsteuern und für automatisierte Messabläufe in komplexe EMV-Systeme einbinden.

Halle A1, Stand 315, www.rohde-schwarz.com