Gute Geschäftszahlen Rohde & Schwarz weiter auf Erfolgskurs

Mehr Aufträge, höherer Umsatz, steigende Mitarbeiterzahlen sowie die höchste Fertigungsleistung der Unternehmensgeschichte. Besser hätte das Geschäftsjahr 2011/2012 für Rohde & Schwarz kaum laufen können. Und auch für die Zukunft sieht das Management den Konzern gut aufgestellt.

Der Umsatz von Rohde & Schwarz erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr von 1,58 Milliarden Euro (Juli 2010 bis Juni 2011) auf 1,81 Milliarden Euro (Juli 2011 bis Juni 2012). Das entspricht einem Plus von rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Mit 1,88 Milliarden Euro lag der Auftragseingang 15 Prozent über dem entsprechenden Wert des Vorjahres.

Auch die Mitarbeiterzahl ist gewachsen, von rund 8400 auf 8700 zum Geschäftsjahresende. Vor allem in Deutschland, den USA und Asien wurden Kapazitäten aufgebaut. Weil mehr Mitarbeiter auch mehr Platz benötigen, investiert Rohde & Schwarz gerade in neue Gebäude am Hauptsitz in München sowie in Singapur. Fertiggestellt sein sollen sie bis kommenden März beziehungsweise Ende 2013.   

Mit seinen vier Standbeinen Messtechnik, Rundfunk, Sichere Kommunikation sowie Funküberwachungs- und -ortungstechnik ist Rohde & Schwarz breit aufgestellt.

Messtechnik

Größter Umsatztreiber war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mobilfunkmesstechnik. Die anhaltend starke Entwicklung bei Smartphones und Tablet Computern sowie der weltweite Rollout von LTE sorgten für volle Auftragsbücher und eine hohe Auslastung in der Produktion. »Unsere Produktionswerke in Deutschland, Tschechien und Asien blicken auf die höchste Fertigungsleistung in der Unternehmensgeschichte zurück«, berichtet Manfred Fleischmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rohde & Schwarz.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Messtechnik war im vergangenen Geschäftsjahr die Übernahme der Firma SwissQual. Mit den Testsystemen des Schweizer Unternehmens lässt sich die Servicequalität von Mobilfunknetzen zuverlässig und umfassend prüfen. Rohde & Schwarz konnte durch die Übernahme seinen Marktanteil im Drive-Test-Segment deutlich erhöhen.  

Rundfunk

Wichtige Impulse kamen im Geschäftsfeld Rundfunk aus der fortschreitenden Digitalisierung der Sendernetze in Lateinamerika, Asien, Afrika und im Nahen Osten. In einigen europäischen Ländern wurden außerdem bestehende Digitalnetze auf den HD-Übertragungsstandard DVB-T2 nachgerüstet. Den Erfolg in der Digitalisierung der Sendernetze nutzt Rohde & Schwarz zu Investitionen in weitere Teilmärkte der Rundfunk-Wertschöpfungskette.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war im vergangenen Geschäftsjahr die stärkere Integration der Ende 2010 übernommenen DVS. Das Unternehmen ergänzt das Broadcast-Portfolio von Rohde & Schwarz im Studiobereich. Auch mit seinen neuen Audio-Video-Headends baut Rohde & Schwarz seine Präsenz im Geschäftsfeld Rundfunktechnik weiter aus. Startschuss für die neue Produktfamilie war kurz nach Ende des Geschäftsjahres die Markteinführung auf der Rundfunkmesse IBC in Amsterdam.   

Sichere Kommunikation, Funküberwachungs- und -ortungstechnik

Das Projektgeschäft entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eher verhalten. Nicht zuletzt die Sparmaßnahmen europäischer Regierungen und politische Einflussfaktoren haben das Geschäft mit Funkkommunikationssystemen sowie Funküberwachungs- und -ortungstechnik gebremst. Beide Bereiche konnten dennoch positive Akzente setzen. So sind bei der Flugsicherung Auftragseingang und Marktanteile deutlich gestiegen. 2011 hatte Rohde & Schwarz sein ATC-Produktportfolio um IP-basierte Sprachvermittlungssysteme erweitert. Auch im Geschäftsfeld Funküberwachungs- und -ortungstechnik konnte der Auftragseingang gesteigert werden. Zusammen mit der Tochter ipoque wurde darüber hinaus das Thema IP-Dataprocessing konsequent ausgebaut.  

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 ist Fleischmann zuversichtlich: »Rohde & Schwarz hat das Potenzial, weiter zu wachsen. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach unseren Produkten nach wie vor stark bleibt und wir unsere Marktposition in allen vier Geschäftsfeldern festigen können. Deshalb rechnen wir mit einem Umsatz und Auftragseingang auf vergleichbar hohem Niveau wie 2011/2012.«