3D-Röntgentomographie RayScan: Weltneuheit für Tests am CERN-Teilchenbeschleuniger

Internationaler Erfolg für die deutsche RayScan Technologies: Das Meersburger Unternehmen hat mit seinem mobilen 3D-Röntgentomographie-System »RayScan Mobile« einen Durchbruch bei der Prüfung des Teilchenbeschleunigers am CERN geschafft.

Zum Hintergrund: Das Projekt LHC (Large Hadron Collider) des CERN, dem Europäischen Forschungszentrum für Hochenergiephysik bei Genf, ist eines der größten, aufwändigsten und teuersten Forschungsprojekte der Welt. Mit dabei: eine 27 km lange unterirdische Vakuumröhre, -270 °C Kälte und Teilchen, die sich darin mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegen.

Um diese komplexe Anlage so effizient wie möglich auf ihre Idealbedingungen überprüfen zu können, wurde RayScan beauftragt, eine dem LHC-Tunnel angepasste Prüfanlage zu entwickeln. Ziel war es, sicherzustellen, dass die Komponenten der Anlage im kalten, evakuierten Zustand auch tatsächlich die gewünschte Form einnehmen, damit die berechnete Strahlführung für die beschleunigten Teilchen garantiert wird und die Supraleitung erhalten bleibt.

Mit dem »RayScan Mobile« ist es nun erstmalig gelungen, wesentliche Komponenten zwischen den supraleitenden Magneten dieses Speicherrings unter Betriebsbedingungen sichtbar zu machen, ohne dabei den Ring zu öffnen, das Vakuum zu brechen oder die Temperatur zu verändern und dabei dennoch eine Genauigkeit im Zehntelmillimeterbereich zu erzielen.