Rohde & Schwarz Produktionstester für Automotive-Radarsensoren

R&S AREG100A Automotive Radar Echo Generator von Rohde & Schwarz
R&S AREG100A Automotive Radar Echo Generator von Rohde & Schwarz

Mit jeder weiteren Ausbaustufe auf dem Weg zum vollautonomen Fahren steigt die Zahl der verbauten Radarsensoren pro Fahrzeug deutlich. Damit wächst auch der Bedarf an massenproduktionstauglicher Messtechnik. Hier setzt Rohde & Schwarz mit seinem Automotive Radar Echo Generator R&S AREG100A an.

Radarsensoren zählen zu den Schlüsselkomponenten für autonomes Fahren. Unstrittig ist, dass sie zu 100 Prozent fehlerfrei funktionieren müssen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu garantieren.

Sicherstellen soll das in Zukunft der neue Radarsensor-Produktionstester von Rohde & Schwarz. Speziell für den Einsatz am Ende der Fertigungslinien bei OEMs und Tier1s konzipiert sorgt der R&S AREG100A für eine kontinuierliche Qualitätsendkontrolle der Radarsensoren. 

Der R&S AREG100A Automotive Radar Echo Generator testet Radarsensoren sowohl im 24-GHz-ISM-Band als auch im E-Band bei 77 GHz bzw. 79 GHz. Dazu simuliert er Echos von bis zu vier künstlichen Zielobjekten in festen Entfernungen. Optional können frei einstellbare Doppler-Offsets zur Simulation von Radialbewegungen der Objekte aufgeprägt werden. Kunden können bei Bestellung beliebige feste Entfernungen angeben. Der Tester unterstützt im E-Band bereits jetzt Bandbreiten von bis zu 4 GHz und simuliert Objekte in einer minimalen Entfernung von 4 m, wenn ein Abstand von 80 cm zwischen Frontend und Prüfling besteht. 

RED-konforme Testauslegung

Aufgrund des sprunghaften Anstiegs von Fahrzeugen, die mit radarbasierten, sicherheitsrelevanten Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sind, haben die europäischen Regulierungsbehörden im Radio-Equipment-Directive-(RED)Regelwerk verpflichtende Tests festgelegt, die einen sicheren Betrieb und die Koexistenz von Automotive-Radarsensoren vor allem im Hinblick auf autonomes Fahren gewährleisten sollen.

Zur einfachen, benutzerfreundlichen und kostenoptimierten Durchführung der im RED-Standard ETSI EN 303 396 geforderten Tests, stellt der R&S AREG100A kalibrierte Ein- und Ausgangsports im Zwischenfrequenzbereich zur Verfügung.

Mit einem verbundenen HF-Signalgenerator lässt sich die Robustheit der Sensoren gegenüber Störsignalen überprüfen, mit einem angeschlossenen Signal- und Spektrumanalysator lassen sich einfach und bequem die belegte Bandbreite sowie unerwünschte Emissionen bestimmen. Mit einem angeschlossenen Leistungsmesser kann die komplette abgestrahlte Leistung des Radarsensors (EIRP – Equivalent Isotropic Radiated Power) bestimmt werden.

Damit reicht ein HF-Signalgenerator bis 6 GHz bzw. ein Signal- und Spektrumanalysator oder ein Leistungsmesser bis 8 GHz aus, weil die Millimeter-Wave-Hardware des Frontends mitbenutzt werden kann. Somit ist keine zusätzliche Millimeterwellenmesstechnik für die Durchführung dieser Tests nötig.

Für eine hohe Reproduzierbarkeit der beschriebenen Tests bietet Rohde & Schwarz mit seinen reflexionsfreien Messkammern eine Lösung, bei der keine Kompromisse zwischen Kompaktheit und Schirmdämpfung eingegangen werden müssen.