Teledyne LeCroy Premiere für High-Definition-Oszilloskope

Erstmals mit High-Definition-Technologie: die neuen HDO-Oszilloskope der Serien HDO4000 und HDO6000 von LeCroy.
Erstmals mit High-Definition-Technologie: die neuen HDO-Oszilloskope der Serien HDO4000 und HDO6000 von LeCroy.

Eine präzisere Erfassung und eine detailreichere Ansicht von Signalen, Ereignissen und Messergebnissen - das waren die Ziele, die Teledyne LeCroy mit seinen neuen High-Definition-Oszilloskopen der Serien HDO4000 und HDO6000 erreichen wollte. Und tatsächlich erzielen die Geräte dank HD4096-Technologie mit 12-Bit-ADCs eine 16-fach höhere Auflösung als Oszilloskope mit 8-Bit-Technologie.

Die HDO4000-Modelle sind als Zwei- oder Vierkanalversion und für Bandbreiten bis 200 MHz, 350 MHz, 500 MHz und 1 GHz verfügbar. Die Geräte bieten eine Abtastrate von maximal 2,5 GSample/s bei einem Erfassungsspeicher von bis zu 25 MPunkte/Kanal (50 MPunkte/Kanal kaskadiert). Die HDO6000-Serie besteht ausschließlich aus vierkanaligen Modellen mit 2,5 GSample/s Abtastrate, einer Bandbreite von 350 MHz, 500 MHz und 1 GHz sowie einem maximalen Erfassungsspeicher von 250 MPunkte/Kanal.

Die den neuen Scopes zugrunde liegende HD4096-High-Definition-Technologie basiert auf 12-Bit-ADCs mit hoher Abtastrate, Eingangsverstärkern mit hohem Signal-Rausch-Verhältnis und einer rauscharmen System-Architektur. Damit können die High-Definition-Oszilloskope Signale bis zu 1 GHz mit hoher Abtastrate und dabei mit einer 16-fach höheren vertikalen Auflösung aufzeichnen, als herkömmliche Instrumente. Zusätzlich zu der HD4096-Technologie verfügt das HDO über Teledyne-LeCroys ERES-Filter (Enhanced Resolution), das dem Anwender bis zu drei zusätzlich Bits für eine vertikale Auflösung von insgesamt 15 Bit bietet.

Allen HDO-Modellen gemeinsam ist ihr 12,1-Zoll-Multi-Touch-Display (31 cm), über das der Anwender direkt alle Einstellungen für die Kanäle, Trigger, Anzeige (Zoom) sowie die Mathematik- und Mess-Funktionen vornehmen kann. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche sollten auch ungeübte Anwender gut mit den Geräten zurechtkommen.

Die neuen Scopes bieten viele praxisgerechte Debugging-Tools, automatische Messparameter und Mathematikfunktionen. Hilfreich ist zum Beispiel das Such-Tool »WaveScan«, das ein Signal (basierend auf mehr als 20 verschiedenen Kriterien) online nach Runts, Spitzen und anderen Anomalien durchsuchen kann, und das sich darüber hinaus zur Langzeitüberwachung und zur stunden- oder tagelangen Erfassung seltener Ereignisse eignet.

Der History-Modus erlaubt es, vorherige Aufzeichnungen wieder aufzurufen, um Anomalien zu isolieren und anschließend zu vermessen und zu analysieren. Diverse Serial-Bus-Decoder und -Trigger zeigen Ereignisse in seriellen Bussen, ohne dass der Anwender manuelle Trigger definieren muss. Der Sequence-Modus bietet eine effiziente Nutzung des Erfassungsspeichers, indem viele schnelle Ereignisse in rascher Folge aufgezeichnet werden können. Eine andere Möglichkeit des Sequence-Modus ist die detaillierte Aufzeichnung weit auseinander liegender Ereignisse mit hoher Abtastrate unter Auslassung der Totzeit dazwischen, ohne jedoch die zeitliche Korrelation der Ereignisse zueinander zu verlieren. Nicht zuletzt bietet die Funktion »LabNotebook« die Möglichkeit, Reports automatisch zu erstellen, um die Testergebnisse zu dokumentieren.

Spektrum- und Leistungsanalyse-Optionen

Zwei neue Optionen, Spektrumanalysator und Leistungsmessung/-analyse, erweitern die Funktionen der neuen HDOs, dabei machen sie sich vor allem die 12-Bit-Architektur mit ihrem größeren Dynamikbereich zunutze. Die Spektrumanalysator-Software verwandelt das HDO in einen echten Spektrumanalysator. Der Anwender kann den Frequenzbereich, die Auflösung und die Zentralfrequenz direkt festlegen. Er kann Filter verwenden und das zeitliche Verhalten des Frequenzbereichs in Echtzeit verfolgen. Eine Spitzenwertsuche identifiziert die Spektralkomponenten, versieht sie mit einer Markierung in der Anzeige und listet Frequenz und Amplitude in einer Tabelle auf. Durch einfaches Antippen einer Tabellenzeile kann der Anwender die entsprechende Komponente aufrufen. Außerdem kann er die zeitliche Veränderung des Spektrums im Spektrogramm-Display verfolgen.

Die Software für die Leistungsanalyse sorgt für eine rasche Messung und Analyse der Charakteristika von Bauteilen zur Leistungstransformation und Stromkreisen mit einer automatischen Verlustleistungsmessung sowie einer speziell darauf zugeschnittenen Benutzeroberfläche. Das Ein- und Ausschaltverhalten sowie Leitungsverluste werden mit einer farblichen Überlagerung des Signals deutlich hervorgehoben. Weitere Tools für die Messung von Schaltnetzteilen, für die Analyse der Modulation von Steuerungen und für den Test der harmonischen Oberwellen von Netzversorgungen sind ebenfalls vorhanden.

Halle A1, Stand 638, www.teledynelecroy.com/europe