Corona-Auswirkungen Osram zieht Jahresprognose zurück

Rochade der Finanzinvestoren: Im Wettbieten um Osram ist Advent an die Stelle von Carlyle getreten. Ein neues Angebot jenseits der 38,50 Euro pro Aktie wurde angekündigt.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie erwartet Osram, dass die Unternehmensziele für das laufende Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich nicht erreicht werden können.

Mit Blick auf die operativen und finanziellen Herausforderungen durch die Ausbreitung von COVID-19 und die ungewissen Entwicklungen in den nächsten Wochen lassen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf Osram derzeit allerdings weder hinreichend ermitteln noch verlässlich beziffern.

Die COVID-19-Pandemie und die in diesem Zusammenhang getroffenen weltweiten Reaktionsmaßnahmen, insbesondere die zunehmende Anzahl von Produktionsstilllegungen auf Seite der Kunden von Osram und die Störungen der globalen Logistikketten wirken sich voraussichtlich in erheblichem Maße auf die Weltwirtschaft und insbesondere auch auf die globale Automobilindustrie aus. Damit sei auch die Nachfrage in den Business Units Opto Semiconductors und Automotive von OSRAM betroffen, deren Aktivitäten im Automobilgeschäft im Geschäftsjahr 2019 mehr als 50% des Umsatzes des OSRAM-Konzerns ausmachten, hieß es in einer Stellungnahme. Generell habe die Sicherstellung der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter für Osram oberste Priorität. Das Unternehmen bereite zudem ein weiteres umfangreiches Maßnahmenpaket vor. So ziehe Osram konkret in Betracht, Kurzarbeit an besonders betroffenen Standorten anzuordnen sowie eigene Produktionsstätten vorübergehend zu schließen.