HBM und Smartec Optische Sensoren für das ITER-Experiment

Unterzeichnung von Phase II des Vertrags für die Ausrüstung des ITER-Fusionsreaktors. Von links nach rechts: Fred Borne, General Manager Roctest Group, Luís Ferreira, CEO HBM FiberSensing, S.A., Andreas Hüllhorst, CEO HBM Test and Measurement, Daniele Inaudi, CTO Roctest Group
Unterzeichnung von Phase II des Vertrags für die Ausrüstung des ITER-Fusionsreaktors. Von links nach rechts: Fred Borne, General Manager Roctest Group, Luís Ferreira, CEO HBM FiberSensing, S.A., Andreas Hüllhorst, CEO HBM Test and Measurement, Daniele Inaudi, CTO Roctest Group

Smartec und HBM FiberSensing haben die Phase II des ITER-Vertrags – International Thermonuclear Experimental Reactor - unterzeichnet. Vorgesehen ist die Lieferung faseroptischer Sensorsysteme zur Installation im neuen Tokamak-Fusionsreaktor, der derzeit im französischen Cadarache gebaut wird.

Die beiden Unternehmen gewannen die ITER-Ausschreibung für die Qualifizierung und Lieferung optischer, auf FBG-Technologie (Faser-Bragg-Gittern) und Fabry-Pérot-Interferometern basierender Sensorsysteme. Diese messen Dehnung, Weg und Temperatur in tiefkalter (kryogener) Umgebung, wie sie in den ITER-Magneten vorzufinden ist.

Für FiberSensing ist dies einer der größten Einzelaufträge, den das Unternehmen bisher erhalten hat.

Das ITER-Projekt

Das ITER-Projekt zur Kernfusion ist ein groß angelegtes wissenschaftliches Experiment. Ziel ist die Entwicklung einer neuen, saubereren und nachhaltigen Energiequelle durch kommerzielle Energieerzeugung aus der Kernfusion - dem Prozess, der im Inneren der Sonne stattfindet.

HBM FiberSensing und Smartec (einem zu Roctest gehörenden Unternehmen) werden optische Sensoren für Dehnung, Weg und Temperatur zur Installation auf Spulen und verschiedenen mechanischen Strukturen liefern. Die erste Phase der Arbeiten umfasste die Anpassung und Qualifizierung von Sensoren, Messgeräten und Software für die besonderen Gegebenheiten der supraleitenden ITER-Magneten. Zur zweiten Phase gehören Serienproduktion, Auslieferung und Installation der Sensorsysteme.

Insgesamt sehen die zwei Verträge die Lieferung von ca. 900 Sensoren und zugehöriger Datenerfassungssysteme sowie von Zubehör wie Kabel und Software vor.