Rohde & Schwarz Neues Flaggschiff im Oszilloskop-Portfolio

Die neuen Oszilloskope der R&S-RTP-Serie punkten mit einer Erfassungsrate von einer Million Messkurven pro Sekunde, der Kompensation von Transmissionsverlusten zwischen Signalquelle und Oszilloskop in Echtzeit und flüsterleisem Betrieb.
Die neuen Oszilloskope der R&S-RTP-Serie punkten mit einer Erfassungsrate von einer Million Messkurven pro Sekunde, der Kompensation von Transmissionsverlusten zwischen Signalquelle und Oszilloskop in Echtzeit und flüsterleisem Betrieb.

Rohde & Schwarz baut sein Oszilloskop-Portfolio nach oben hin aus. Neueste Modellreihe ist die High-Performance-Serie R&S RTP. Mit Bandbreiten bis 8 GHz auf vier Kanälen markieren die neuen Modelle für den Münchner Elektronikkonzern den Einstieg in ein neues Marktsegment.

Erst vor gut acht Jahren hat Rohde & Schwarz den Schritt in den – damals wie heute – hart umkämpften Oszilloskopmarkt gewagt. Was vom Mitbewerb anfangs noch mit einiger Skepsis beäugt wurde, hat sich mittlerweile zu einer echten Erfolgsgeschichte für das Unternehmen entwickelt.

»Wir hatten von Anfang an nicht nur das Ziel, bessere Oszilloskope zu bauen, sondern auch, ein Oszilloskop-Vollsortimenter zu werden – mit Produktlinien vom preisgünstigen Einstiegsmodell bis zu Geräten für Anwendungen mit höchsten Anforderungen«, erklärt Mathias Leutiger, Leiter Produktmanagement Oszilloskope von Rohde & Schwarz. »Mit dem Launch des R&S RTP bieten wir jetzt acht Gerätefamilien in verschiedenen Leistungsklassen mit Bandbreiten von 50 MHz bis zu 8 GHz an.« Dabei sei die vollständig neu konstruierte Messgeräteplattform des R&S RTP sogar noch für höhere Bandbreiten ausgelegt, die 2019 auf den Markt kommen sollen. »Wir haben erneut in Schlüsselkomponenten investiert und neue Front-End-Komponenten entwickelt«, so Leutiger. »Bezieht man die für 2019 geplanten Bandbreitenerweiterungen mit ein, adressiert diese Neuentwicklung ein wesentliches Produkt-Segment des gesamten Oszilloskop-Marktes.«
 

Die R&S-RTP-Serie deckt Bandbreiten bis 4, 6 und 8 GHz ab und verbindet dabei eine hohe Signalintegrität mit einer Erfassungsrate von einer Million Messkurven pro Sekunde. Die Abtastrate liegt bei maximal 20 GSample/s pro Kanal, die Speichertiefe reicht bis maximal 2 GSample/s pro Kanal (standardmäßig 50 MSample/s). Die Auflösung ist mit 8 bit angegeben, optional sind im HD-Modus 16 bit erreichbar.

Laut Hersteller ist das R&S RTP das einzige Gerät am Markt,…

...das die Transmissionsverluste von der Signalquelle zum Oszilloskop (De-embedding) in Echtzeit kompensiert. Der Vorteil: Auch mit eingeschalteter Signalkorrektur arbeitet das Oszilloskop extrem schnell und kann aufgrund seiner digitalen Triggerarchitektur sogar auf kompensierte Signale präzise triggern. Das R&S RTP nutzt Hardwarebeschleunigung für eine Reihe von Analysefunktionen. Maskentests, Histogramme oder auch Analysen im Frequenzbereich laufen dadurch in kürzester Zeit ab und führen schnell zu Ergebnissen mit hoher statistischer Sicherheit.

Neben den vier analogen Oszilloskopkanälen…

...stehen 16 Logikkanäle (400 MHz Bandbreite, 5 MSample/s Abtastrate und 200 MSample/s Speichertiefe pro Kanal) oder je vier hochauflösende Spannungs- und Strommesskanäle zur Verfügung. Das R&S RTP unterstützt die Protokollanalyse serieller Busschnittstellen und bietet leistungsfähige Spektrum- und HF-Signalanalysefähigkeiten. Dank der vielfältigen Tools kann der Anwender die unterschiedlichsten Signale komplexer Schaltungen zeitkorreliert mit nur einem Messgerät testen und findet zusammenhängende Fehler schneller.