Kapazitäten ausgeweitet Murata eröffnet neue Sensorfabrik

Mit einer Investitionssumme von 42 Mio. Euro wurde die Gesamtfläche der neuen Fabrik auf rund 16.000 m² erhöht.
Mit einer Investitionssumme von 42 Mio. Euro wurde die Gesamtfläche der neuen Fabrik auf rund 16.000 m² erhöht.

Murata hat im finnischen Vantaa eine neue Fabrik in Betrieb genommen und damit die Größe seiner bestehenden Produktions- und Entwicklungsfläche um ein Drittel aufgestockt.

Die von Murata in Vantaa hergestellten MEMS-Sensoren kommen vorwiegend in Kfz-Sicherheitssystemen und industriellen Anlagen, aber auch in medizinischen Applikationen wie etwa Schrittmachern zum Einsatz. Das Unternehmen entwickelt darüber hinaus Positionsermittlungs- und Sicherheitstechnologien für Fahrassistenzsysteme und autonome Fahrzeuge.

»Es ist zu erwarten, dass der Markt für Fahrassistenzsysteme und autonome Fahrzeuge in Zukunft weiter wachsen wird«, kommentiert Yuichiro Hayata, Geschäftsführer der finnischen Murata Electronics. »MEMS-Sensoren werden in Anwendungen dieser Art eingesetzt, weil sie sich auch unter wechselnden Einsatzbedingungen durch eine hohe Messgenauigkeit und stabile Leistung auszeichnen. Dank der Erweiterung der Fabrik können wir der wachsenden MEMS-Nachfrage gerecht werden und von starken Synergieeffekten zwischen dem Know-how auf dem Gebiet der MEMS-Technologie in Finnland und den Fähigkeiten von Murata auf dem Fertigungssektor profitieren.«
 

Norio Nakajima, Senior Executive Vice President der Module Business Unit und Representative Director, fügt hinzu: »Angesichts des Fortschritts auf dem CASE-Sektor (Connectivity, Autonomous, Sharing/Subscription and Electrification) steigt auf dem Automobilmarkt die Nachfrage nach mehr Leistungsfähigkeit bei den elektronischen Bauelementen. Besonders auf dem Gebiet des autonomen Fahrens lässt sich die MEMS-Technologie nutzen, um das Verhalten der Fahrzeugkarosserie ebenso zu detektieren wie das Umfeld. Wir freuen uns, dass wir durch die Stärkung unserer Produktions-Ressourcen und mit unseren Sensoren zur Entwicklung einer sicheren und geschützten, mobilen Gesellschaft sowie zur Entwicklung auf dem Gesundheitssektor beitragen können.«

Bei der Fabrikerweiterung kam fortschrittliche Bautechnik zum Einsatz. Bereits bei der Planung der Struktur des Gebäudes, die sehr steif ist und störende Bodenvibrationen abdämpft, wurde auf die Produktion hochempfindlicher Sensoren Rücksicht genommen. Die Herstellung der Sensoren selbst erfolgt in Reinräumen, deren Anforderungen in die Planung der fortschrittlichen Belüftungslösungen des Gebäudes eingingen.

Murata hatte 2012 das finnische Unternehmen VTI Technologies gekauft, das anschließend in Murata Electronics Oy umbenannt wurde. Der Standort beherbergt Entwicklungs- und Büroeinrichtungen sowie einen der größten Reinräume Finnlands mit einer Gesamtfläche von etwa 33.000 m².