Polytec / Optische Schwingungsanalyse Modulares Multipoint-Vibrometer

Grundlage für das Multipoint-Vibrometer ist das MPV-Basissystem, das sich modular auf ein Vibrometersystem mit bis zu 48 optischen Kanälen erweitern lässt.
Grundlage für das Multipoint-Vibrometer ist das MPV-Basissystem, das sich modular auf ein Vibrometersystem mit bis zu 48 optischen Kanälen erweitern lässt.

Für präzise, zeitsynchrone Schwingungsmessungen von »Momentaufnahmen« hat Polytec das laserbasierte Multipoint Vibrometer MPV-800 entwickelt. Mit bis zu 48 individuell einstellbaren faseroptischen Sensoren ermöglicht es flexible Messungen in eine Richtung oder um komplex geformte Objekte herum.

Laser-Scanning-Vibrometrie ist für die schnelle, rückwirkungsfreie Schwingungsmessung speziell bei Leichtbaustrukturen und auf heißen oder anspruchsvollen Oberflächen ein bewährtes Tool in der Produktentwicklung. Sie stößt aber an ihre Grenzen, wenn transiente, also zeitkritische oder »vergängliche« Momente erfasst werden sollen. Stoß- und Schaltvorgänge wie etwa das Zuschlagen einer Tür lassen sich nicht durch sequentielles Scannen erfassen.

Polytec hat nun ein Multipoint-Vibrometer entwickelt, das solche instationären Prozesse gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln misst.

Das MPV-800 ist modular aufgebaut, wodurch selbst bei vielen Messpunkten die Kosten überschaubar bleiben. Grundlage bildet immer das Basissystem mit einer Workstation für die Datenerfassung. Es bietet acht optische Vibrometerkanäle, acht Referenzkanäle (z.B. für Beschleunigungsaufnehmer) sowie eine Software zur Datenerfassung und -auswertung. Bei Bedarf lässt es sich mit weiteren Optikeinheiten auf ein Vibrometer-System mit bis zu 48 Kanälen erweitern.

Jede Optikeinheit enthält ein 8-Kanal-Interferometer, eine gemeinsame Laserlichtquelle sowie Anschlüsse für acht Faserköpfe. Weil sich die bis zu 48 Faserköpfe praktisch beliebig anordnen lassen, sind unterschiedlichste Messaufgaben realisierbar. So ermöglicht es beispielsweise die Multisensor-Anordnung, z.B. auf einem Stativ, Amplituden- und Phasenverteilung auf der Oberfläche vollflächig auszuwerten. Bei Bedarf lassen sich die Messköpfe aber auch frei im Raum um das Messobjekt herum anordnen.

Durch die so gewonnenen Erkenntnisse lassen sich transiente Vorgänge oft besser deuten, weil beim Auswerten der Ergebnisse alle Blickwinkel bekannt sind. Fokussiert man drei Sensoren auf einen Punkt, sind sowohl In-Plane- als auch Normalkomponenten der Schwingungen messbar, also auch dreidimensionale Schwingungsmessungen möglich.