Zunehmende Komplexität der Prüflinge forciert den Markt Modulare Messgeräte: Frost & Sullivan prognostiziert weiteres Wachstum

Laut einer aktuellen Frost&Sullivan-Studie legen modulare Messgeräte im Vergleich zu traditionellen Instrumenten weiter zu. Bis 2017 soll der Europamarkt auf 265,5 Millionen Euro wachsen.

Die weltweite wirtschaftliche Abschwächung in 2009 resultierte in einem Umsatzrückgang von 19,1 Prozent bei europäischen Anbietern modularer Messgeräte. Obwohl deren Absatz beeinträchtigt wurde, hat der Abschwung jedoch dafür gesorgt, dass Endanwender ihren Fokus auf die Reduzierung von Prüfkosten gelegt haben. Auch die sich verlangsamenden Wachstumsraten in den wichtigsten Märkten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien tragen dazu bei, dass sich die europäische Industrie von traditionellen Messinstrumenten entfernt und zu modularen Instrumenten hinbewegt.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan erwirtschafteten VXI- und PXI-basierte Prüf- und Messgeräte im Jahr 2010 Umsätze in Höhe von 111,5 Millionen Euro, bis 2017 sollen sie bis auf 265,5 Millionen steigen. Dieser Zuwachs wird nach Angaben des Marktforschungsinstituts hauptsächlich der steigenden Nachfrage aus der Automobilindustrie, dem Wachstum der Auftragsfertigung in Osteuropa sowie der Nachfrage aus dem Designabteilungen in der Telekommunikationsindustrie in Skandinavien zu verdanken sein.

»Die in Europa - und speziell in Deutschland - stark vertretene Automobilindustrie kurbelt die Nachfrage nach modularen Instrumenten an«, erläutert Frost & Sullivan Industry Director Jessy Cavazos. »Und dadurch, dass viele Messobjekte vielkanalig werden, wird der Einsatz modularer Instrumente in der Automobilindustrie zunehmen.«

Während modulare Messgeräte bislang in erster Linie in Produktionsanwendungen eingesetzt werden, haben sie in letzter Zeit auch signifikanten Einsatz in der Forschung und Entwicklung gefunden, im Besonderen bei der Prüfung von Entwicklungsergebnissen und deren Validierung. Aufgrund der starken Präsenz von Hauptakteuren in den Industrien Automobil, Luftfahrt, Pharma und Energie, ist Deutschland führend in Europa, was die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betreffen. Jedoch gibt der wirtschaftliche Abschwung laut Frost & Sullivan in Europa in vielen Industriebereichen Anlass zur Besorgnis. »In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Kapitalausgaben für Test- und Messgeräte besonders betroffen«, so Cavazos. »Andererseits werden in einer solchen Situation die Anwender dazu angehalten, ihre Teststrategien zu überdenken und neue Wege zu finden, um die Testkosten zu reduzieren und modulare gegenüber traditionellen Geräten zu bevorzugen.«