Geschäftsjahr 2011 Micronas trotzt allen Widrigkeiten

Micronas blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück: »Obwohl die Krise in Japan angesichts des hohen Umsatzanteils von Micronas in dieser Region unser Unternehmen hart getroffen hat, und auch die Euro-Schwäche unseren Umsatz beeinträchtigt hat, sind wir stolz, auch 2011 wieder – wie schon im Vorjahr – eine positive EBIT-Marge im zweistelligen Prozentbereich erzielt zu haben«, erklärt Micronas CEO Matthias Bopp.

Der konsolidierte Umsatz der Micronas-Gruppe (Automotive und Consumer) belief sich 2011 auf 158,8 Millionen Schweizer Franken und lag damit erwartungsgemäß um 17 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Euro-Schwäche sowie auf das erwartete Auslaufen der Verkäufe von Consumer-Produkten und Dashboard-Controllern zurückzuführen.

Der Bereich Automotive erreichte einen Umsatz von 151,8 Millionen CHF (2010: 163,7 Mio.). Er war besonders im zweiten und dritten Quartal 2011 von den Auswirkungen des Erdbebens in Japan betroffen. Weil sich jedoch die japanische Automobilindustrie bereits zum Ende des dritten Quartals erholte, stiegen die Umsätze von Micronas im vierten Quartal wieder deutlich an.

Im Industriesegment war vor allem die Kooperationsvereinbarung mit Siemens bezüglich der Gassensorik ein wichtiger Meilenstein. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung und Markteinführung neuer Siemens-Endprodukte für die Brandfrüherkennung auf Basis der mySENS-Technologie von Micronas.

Der Consumer-Umsatz 2011 sank, wie erwartet, von 26,6 Millionen CHF im Vorjahr auf 7 Millionen CHF. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Umsätze mit Consumer-Produkten 2012 ganz auslaufen werden.

Neue Produkte und Technologien sichern die Zukunft

Mit der Kooperation und einer Beteiligung von zehn Millionen EUR an der in Erfurt beheimateten X-FAB-Silicon-Foundries-Gruppe sicherte sich Micronas den Zugang zur übernächsten Technologiegeneration. Micronas wird X-FAB als Fertigungspartner nutzen, als Technologiepartner unterstützen und hat die Option, in Zukunft auch in eine Eigenfertigung überzugehen und damit ein Dual-Sourcing anzubieten.

Darüber hinaus sieht sich Micronas vor allem mit der Weiterentwicklung der Hall-Sensor-Produkte bestens aufgestellt. Das Interesse an den neuen Produkten auf Basis der 3D-HAL-Technologie sei sehr hoch, hieß es in einer Stellungnahme. Im Vordergrund standen 2011 der Winkelsensor HAL 3625, der Winkel bis 360 Grad misst, und der Hall-Sensor HAL 3855, der eine präzise Wegmessung für Abstände von bis zu 40 Millimetern ermöglicht.

Ebenfalls in 2011 neu vorgestellt wurde eine optimierte Systemlösung für den schnell wachsenden Markt bürstenloser Gleichstrommotoren (BLDC). Der embedded Mikrocontroller HVC 2480B steuert, auch in Verbindung mit einem intelligenten Hall-Sensor, die Aktuatoren, zum Beispiel der Motorsteuerung. Laut Micronas werden in Zukunft immer mehr Anwendungen im Bereich Gleichstrom- und Schrittmotoren mit bürstenlosem Motor realisiert werden, weil diese hinsichtlich Energieverbrauch, Platzbedarf, Gewicht, Zuverlässigkeit und Geräuschemission herkömmlichen Motoren überlegen sind.

Aussichten für 2012
Der Verwaltungsrat und das Management rechnen für das erste Halbjahr 2012 mit einem Umsatz im Bereich von 80 bis 82 Millionen CHF und einer EBIT-Marge von ca. 13 Prozent.