Weiterhin steigende Stückzahlen MEMS-Sensoren: Bosch überschreitet Zwei-Milliarden-Marke

Neuer Stückzahlrekord bei Bosch: Seit Produktionsstart vor 16 Jahren hat das Technologieunternehmen bereits zwei Milliarden MEMS-Sensoren hergestellt.

Dauerte es zum Erreichen der ersten Milliarde noch 13 Jahre, wurde die Zwei-Milliarden-Marke kürzlich nach nur drei weiteren Jahren übersprungen. Und die Produktionsmengen wachsen weiter: Zuletzt wurden jährlich nahezu eine halbe Milliarde Stück erreicht, das sind pro Arbeitstag mehr als 1,3 Millionen.

Bosch führt die Weltrangliste im Markt für MEMS-Sensoren mit deutlichem Vorsprung an. Wichtigste Abnehmer sind die Automobil- und Konsumelektronikindustrie. In einem modernen Auto sind bis zu 100 dieser Sensoren zu finden – Tendenz steigend. Sie sind beispielsweise die »Sinne« für Einspritzsysteme in Benzin- und Dieselmotoren, sie lösen die Zündung der Airbags aus oder sind maßgeblich für die Funktion des Schleuderschutzes ESP.

Die Ansprüche an MEMS-Sensoren in der Konsumelektronik unterscheiden sich grundlegend von denen der Automobilindustrie: Mobile Endgeräte brauchen winzige Sensoren, und lan­ge Betriebszeiten setzen minimalen Stromverbrauch voraus. Darüber hinaus müssen diese Sensoren kostengünstig sein, um sie millionenfach einsetzen zu können. Die kleinsten MEMS-Sensoren von Bosch Sensortec messen heutzutage zwei Millimeter Kantenlänge und sind weniger als einen Millimeter hoch. Im Stand-by-Betrieb sind sie so genügsam, dass sie gegenüber der Selbstent­ladung der Batterie nicht mehr ins Gewicht fallen.

Das Entwicklungspotenzial im Consumer-Markt ist laut Bosch unverändert hoch, in den kommenden Jahren sei daher mit weiteren spektakulären Innovationen auf Basis von MEMS-Bauteilen zu rechnen.