Agilent verstärkt sein Engagement im Economy-Oszilloskop-Markt Mehr Scope für weniger Geld

Mit den 26 Modellen der Economy-Oszilloskopserien InfiniiVision 2000X und 3000X adressiert Agilent den Ausbildungs- und General-Purpose-Bereich.
Mit den 26 Modellen der Economy-Oszilloskopserien InfiniiVision 2000X und 3000X adressiert Agilent den Ausbildungs- und General-Purpose-Bereich.

Als einen signifikanten Meilenstein im Economy-Segment bezeichnet Agilent den Produkt-Launch seiner neuen Einstiegsklasse-Oszilloskope der Serien InfiniiVision 2000X und 3000X. Nun nutzt das Unternehmen die embedded world als Plattform, um die ab 996 Euro (2000x) bzw. 2275 Euro (3000x) erhältlichen Geräte einem breiten Fachpublikum vorzustellen.

Quer durch alle Bereiche der Elektronik gibt es wohl kaum ein Labor, in dem ein Oszilloskop als Test- und Debug-Tool nicht zur Grundausstattung gehört. Und auch in der Ingenieursausbildung werden preiswerte, aber dennoch professionelle Oszilloskope benötigt, um die künftigen Ingenieure auf ihren Beruf vorzubereiten. Zusammen genommen ist daraus ein großer Markt entstanden, der von den Herstellern hart umkämpft ist.

Im Rennen um die Marktanteile in diesem Volumenmarkt will künftig auch Agilent wieder verstärkt mitstreiten und stellt auf der embedded world seine neuen Economy- und General-Purpose-Oszilloskope der Serien InfiniiVision 2000X und 3000X vor. Die insgesamt 26 Modelle der neuen DSO/MSO-Serien überraschen zwar nicht in erster Linie durch Weltrekord-Spezifikationen, sie bieten jedoch ein interessantes Zusammenspiel aus Preis und Leistung, das es so bislang noch nicht gab.

Herzstück der neuen Oszilloskop-Familien ist ein von Agilent entwickeltes ASIC in 90-nm-CMOS-Technologie mit sechs Millionen Gattern und Embedded-Speicher. Die Ein-Chip-Architektur MegaZoom IV ermöglicht Leistungsmerkmale wie z.B. kurze Totzeiten und eine hohe Bildschirmaktualisierungsrate, einen großen Speicher, der trotz seiner Größe schnell nach interessanten Ereignissen durchsucht werden kann sowie integrierte Logikanalysator-, Funktionsgenerator- und Protokollanalysator-Funktionalität.

Doch nun zu den technischen Details der neuen Serien. Die Zwei- bzw. Vierkanal-Geräte der InfiniiVision-2000X-Serie mit Bandbreiten von 70 bis 200 MHz bieten eine detailreiche Signaldarstellung und eine Signalaktualisierungsrate von bis zu 50.000 Waveforms/s, dadurch werden auch sporadische Ereignisse zuverlässig erfasst. Die Abtastrate ist mit 2 GSample/s spezifiziert, der Speicher fasst maximal 100 kPunkte (im Vollkanalmodus: 50 kPunkte). Die Familie umfasst auch Mixed-Signal-Oszilloskope (MSO) mit acht Digitalkanälen – ein Novum in der preisgünstigen Einstiegsklasse – und das erste Oszilloskop mit integriertem Funktionsgenerator (Option).

Die ebenfalls mit zwei oder vier Kanälen erhältlichen Geräte der InfiniiVision-3000X-Serie sind leistungsfähiger als die der 2000X-Serie, bleiben aber der Preis-/Leistungs-Philosophie der beiden neuen Serien treu. Sie bieten Bandbreiten von 100 bis 500 MHz und eine Signalaktualisierungsrate von 1.000.000 Signalen pro Sekunde – neu in dieser Geräteklasse. Die Abtastrate liegt bei 4 GSample/s, die Speicherkapazität bei maximal 4 MPunkten (im Vollkanalmodus halbiert sich dieser Wert). Optional sind ein 16-Kanal-MSO, ein integrierter Funktionsgenerator und die Hardware-beschleunigte Decodierung serieller Protokolle verfügbar.

Alle Modelle warten mit 33 automatischen Messfunktionen auf – das gab es bislang auch nur in den höheren Geräteklassen. Der in beiden Serien verfügbare Funktionsgenerator bis 20 MHz ist eher einfach gehalten, er beherrscht jedoch die Standardfunktionen und ist damit ebenfalls auf den Ausbildungsbereich ausgerichtet.