Lichtmesstechnik Konica Minolta Optics kauft Instrument Systems

Richard Distl, Gründer und Geschäftsführer von Instrument Systems, hat sein Unternehmen an die japanische Konica Minolta Optics verkauft.
Richard Distl, Gründer und Geschäftsführer von Instrument Systems, hat sein Unternehmen an die japanische Konica Minolta Optics verkauft.

Zum 1. Dezember 2012 hat der Firmeninhaber und Geschäftsführer Richard Distl die auf Lichtmesstechnik spezialisierte Instrument Systems GmbH an Konica Minolta Optics verkauft. In die Transaktion eingeschlossen ist auch die Tochtergesellschaft Optronik Berlin GmbH.

Die 1986 gegründete Instrument Systems mit Sitz in München erweitert mit seiner Produktpalette künftig den Bereich Sensing des japanischen Konzerns, dabei bleibt jedoch die Marke Instrument Systems erhalten. Der bisherige Inhaber Richard Distl bleibt im Unternehmen weiterhin als Geschäftsführer tätig.

»Nach 26 Jahren seit Firmengründung und einem enormen Wachstum war es an der Zeit, die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens zu stellen«, erläutert Richard Distl seine Entscheidung. »Konica Minolta ist der richtige Partner, der dafür ausgezeichnete Rahmenbedingungen bietet.«

Instrument Systems entwickelt, fertigt und vertreibt Komplettlösungen für die Lichtmesstechnik. Hauptprodukte sind Spektrometer in Scanning- und Array-Bauweise sowie Leuchtdichte- und Farbmesskameras. Die wesentlichen Einsatzgebiete liegen im Bereich der LED- und Display-Messtechnik sowie Spektralradiometrie und Photometrie.  Das Tochterunternehmen Optronik Berlin entwickelt und vermarktet Messsysteme für Leuchten in der Verkehrstechnik. 85% der Umsätze von Instrument Systems werden im Ausland über Direktvertrieb und Repräsentanten erzielt.

Das Münchner Unternehmen hat in den letzten Jahren ein außergewöhnliches Wachstum verzeichnet. Erst im Juni wurde das Geschäftsjahr 2011/12 erneut mit dem besten Ergebnis seit Firmengründung abgeschlossen. Der Umsatz zusammen mit dem Tochterunternehmen Optronik Berlin stieg um 27 Prozent auf 30,3 Millionen Euro – nach 23,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2010/11. Vor allem im Bereich Displaymesstechnik konnte das Unternehmen stark zulegen. Maßgebende Treiber waren hierbei mehrere Großaufträge von führenden Markenherstellern für Consumer-Elektronik.

Toshihiko Karasaki, Präsident von Konica Minolta Optics, sieht den Erwerb des Münchner Unternehmens als wichtigen Teil der Konzernstrategie: »Unser Ziel ist es, in allen Unternehmensbereichen global aufgestellt zu sein und internationale Talente zu binden. Instrument Systems ist in der LED-Messtechnik das beste Unternehmen, um dieses Vorhaben konsequent umzusetzen. Gemeinsam decken wir jetzt alle Segmente in der Licht- und Displaymesstechnik ab und sind mit Abstand die Nummer 1 auf diesem Gebiet.« Um diese Position weiter auszubauen, werden Konica Minolta Optics und Instrument Systems zukünftig eng in der Produktentwicklung zusammenarbeiten.