Endress+Hauser-Jahresergebnis 2018 Knapp 2,5 Mrd. Euro Umsatz

Endress+Hauser ist 2018 über alle Regionen, Branchen und Produktbereiche hinweg kräftig gewachsen. Die Firmengruppe steigerte Umsatz und Gewinn, stemmte hohe Investitionen und schuf weltweit Hunderte Stellen.

»Es ist 2018 praktisch weltweit gut für Endress+Hauser gelaufen«, freut sich Endress+Hauser-CEO Matthias Altendorf.

Die Firmengruppe steigerte den Nettoumsatz um 9,5 % auf 2,455 Milliarden Euro, trotz kräftigem Gegenwind seitens der Wechselkurse. In lokalen Währungen erreichte das Umsatzwachstum 12,7 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 31,4 % auf 330,6 Millionen Euro.

Die positive Entwicklung schlug sich auch in zahlreichen neuen Stellen nieder. Ende 2018 arbeiteten weltweit 13.928 Menschen für die Firmengruppe, 629 mehr als vor Jahresfrist. Vor allem in der Produktion, den produktionsnahen Bereichen sowie im Service wurden neue Mitarbeiter eingestellt. Alleine im Dreiländereck um Basel kamen rund 200 Arbeitsplätze hinzu.

Aber das Unternehmen hat nicht nur in neue Stellen investiert, sondern auch in seine Infrastruktur: In nur fünf Jahren hat Endress+Hauser fast eine Dreiviertelmilliarde Euro investiert – »alles aus selbst erarbeiteten Mitteln«, wie Endress+Hauser-CFO Luc Schultheiss betont. 2018 flossen 158,6 Millionen Euro in Gebäude, Anlagen und IT.

USA überholt erstmals Deutschland, China holt auf

Regional betrachtet entwickelte sich Endress+Hauser in Europa sehr gut, in Afrika/Nahost und dem asiatisch-pazifischen Raum sogar dynamisch. Am stärksten aber war das Wachstum in Amerika. »Die USA haben nach 65 Jahren Deutschland als unseren größten Absatzmarkt abgelöst«, so Altendorf. »Das Geschäft in China hat ebenfalls zweistellig zugelegt. Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte bald schon China unsere Nummer eins sein.«

Innovationen fürs digitale Zeitalter Insgesamt brachte die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr 54 neue Produkte auf den Markt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kletterten auf 184,2 Millionen Euro, das entspricht 7,5 % des Umsatzes. 287 Entwicklungen meldete das Unternehmen 2018 erstmals zum Patent an. Das Schutzrechte-Portfolio umfasste zum Jahresende nahezu 7800 Patente und Titel.

Gut ein Drittel der neuen Patente betrifft Themen wie Industrie 4.0, digitale Kommunikation, Diagnose und Elektronik. »Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche«, betont Matthias Altendorf. Ein weiterer Wachstumstreiber war die Prozessanalyse. »Die optischen Analyseverfahren haben sich hervorragend entwickelt«, so Altendorf.