Geschäftsjahr 2012/13 Gutes erstes Halbjahr für LEM

Als ein solides Ergebnis bezeichnet das Management von LEM die Zahlen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2012/2013. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011/2012 stieg der Auftragseingang zwar um 49,8 Prozent auf 120,5 Millionen CHF, allerdings ging im gleichen Zeitraum der Umsatz um 1 Prozent auf 124,2 Mio. CHF zurück.

»Das erste Halbjahr 2012/13 hat den Trend bestätigt, den wir letztes Jahr prognostiziert haben: LEM erzielt stabile Ergebnisse in einem Umfeld mit geringer Visibilität«, erklärt François Gabella, CEO von LEM. »Bei unseren Kunden herrscht Unsicherheit aufgrund der konjunkturellen Verlangsamung, ausgelöst durch die Staatsschulden­krise in Europa. Die fehlende Visibilität hat dazu geführt, dass unsere Kunden in Bezug auf Lieferfristen und -volumen erhöhte Flexibilität fordern. Wir haben unsere Lieferkette sorgfältig bewirtschaftet und genügend Rohmaterialien und Teilkomponenten am Lager gehalten, um der volatilen Nachfrage unserer Kunden gerecht zu werden. Dank unserer schnellen Reaktion auf die veränderten Kundenbedürfnisse und der Steigerung unserer Effizienz konnten wir eine operative EBIT-Marge von 19,2 Prozent erreichen.«

Industriesegment: Nordamerika und Asien kompensieren schwache Europa-Umsätze

Der Umsatz im Industriesegment ging im ersten Halbjahr 2012/13 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,4 Prozent auf 106 Mio. CHF zurück. Mit einem Anteil von 48 Prozent bleibt Europa der wichtigste Markt, gefolgt von China mit 19 Prozent. In Europa sank der Umsatz (-14 %), in China stieg er (+6 %), im restlichen Teil Asiens blieb er stabil und in Nordamerika verzeichnete LEM ein Wachstum von 12 Prozent.

Das Geschäft erneuerbare Energien und Stromversorgungen erholte sich im Frühling, schwächte sich jedoch im Sommer wieder ab. Während Europa im Solargeschäft tiefere Volumina erzielte, wuchs das Geschäft in Asien – besonders in China und Japan – und Nordamerika.

Automobilsegment: Konventionelles Automobilgeschäft übertrifft Erwartungen

Der Umsatz im Automobilsegment stieg um 48,5 Prozent auf 18,2 Mio. CHF. Weil LEM sich vorwiegend auf nordamerikanische und asiatische Hersteller fokussiert, wirkte sich der schwache europäische Automobilmarkt nur geringfügig auf die Ergebnisse im Automobilsegment aus.

Hauptverantwortlich für LEMs Wachstum in diesem Segment ist der Bereich Batteriesteuerungen im konventionellen Automobilgeschäft. Hier wuchs der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011/12 um 52,2 Prozent. Im Bereich umweltfreundliche Automobile (Hybrid- und Elektrofahrzeuge) stieg der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011/12 um 34,1Prozent.

Ausblick

Im zweiten Halbjahr 2012/13 erwartet LEM im Industriesegment aufgrund der konjunkturellen Verlangsamung einen Umsatzrückgang. Dennoch will das Management mit neuen Produkten seinen Marktanteil weiter ausbauen. Für das Automobilsegment wird erwartet, dass der Umsatz über dem Vorjahr liegen wird.

Die größte Herausforderung für LEM im zweiten Halbjahr 2012/13 wird nach Angaben des Managements die Anpassung der Produktion an die kurzfristige Planung der Kunden sein.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 prognostiziert LEM einen Umsatz von 230 bis 240 Mio. CHF im Vergleich zu 236,3 Mio. CHF im vergangenen Jahr.