Neue Funktionen für Agilents Signalanalysator PXA Gerüstet für neue Breitband-Standards

Agilent hat seinen High-End-Signalanalysator PXA auf die Anforderungen aktueller und zukünftiger Breitband-Kommunikationsstandards erweitert. So unterstützt er nun zum einen Zwischenfrequenzbandbreiten bis 900 MHz und eignet sich damit als Breitband-Abwärtsmischer für die Analyse von Breitband-Kommunikations- und Radarsignalen. Darüber hinaus ermöglicht er mit 160 MHz Modulationsbandbreite die Analyse von 802.11ac-WLAN-Signalen.

Viele digitale Kommunikations- und Radaranwendungen erfordern die Demodulation und Analyse breitbandiger Mikrowellensignale. Zwar können solche Signale unter bestimmten Voraussetzungen direkt mit einem modernen Breitband-Oszilloskop digitalisiert und analysiert werden, jedoch stellt der PXA nach Überzeugung der Experten von Agilent eine zweckmäßigere und kostengünstigere Lösung für sehr hohe Frequenzen dar. Der PXA fungiert in diesem Fall als breitbandiger Abwärtsmischer, der das Mikro­wellen- oder Millimeterwellen-Eingangssignal auf eine niedrigere Zwischenfrequenz umsetzt, die dann einem Oszilloskop der Agilent-Infiniium-9000- oder -90000-Familie, auf dem die VSA-Software 89600 läuft, zugeführt und dort digitalisiert und analysiert wird. Der breitbandige ZF-Ausgang des PXA erweitert die Analysebandbreite der VSA-Software 89600 für Eingangssignale mit Frequenzen von 3,6 bis 50 GHz auf 900 MHz.

»Diese 900-MHz-Lösung bietet Anwendern die Vorteile eines vollwertigen Signalanalysators mit hochauflösender Vektorsignalanalyse-Software plus die eines Breitband-Messsystems«, erklärt Guy Séné, Vice President und General Manager von Agilents Microwave and Communications Division. »Mit dem PXA und der VSA-Software 89600 sind jetzt die Bausteine verfügbar, die man zur präzisen Messung der Signalqualität und zur Demodulation selbst der anspruchsvollsten Modulationsformate benötigt. Die auf 900 MHz erweiterte ZF-Bandbreite des PXA ermöglicht es, solche Messungen jetzt mit einem Oszilloskop der Familie Infiniium durchzuführen. Die Kombination ergibt ein kostengünstiges Breitband-Messsystem, bei optimaler Wiederverwendung vorhandener Messgeräte.«

Ready for 802.11ac WLAN

Ebenfalls neu ist eine 160-MHz-Modulationsbandbreiten-Option für den PXA zur Analyse von Breitbandsignalen wie etwa 802.11ac-WLAN sowie die Signal-Studio-Software für die Erzeugung solcher Signale.

»Um alle von 802.11ac unterstützten Bandbreiten abzudecken, benötigt man Analysebandbreiten bis zu 160 MHz«, verdeutlicht Séné. »Der PXA mit der 160-MHz-Analysebandbreiten-Option erfüllt uneingeschränkt die Anforderungen dieser und anderer Breitband-Anwendungen. In Verbindung mit den 802.11ac-Modulationsanalysefunktionen der VSA-Software 89600 ermöglicht der PXA die umfassende Analyse von 802.11ac-Signalen.«

802.11ac-konforme Testsignale lassen sich mit der Software »Signal Studio for WLAN« erzeugen. Dabei sind die Signale mit BCC- oder LDPC-Kanalcodierung, mit allen MCS-Codes und Ein- oder Mehrbenutzer-MIMO mit bis zu vier Streams schnell und einfach definierbar. Signale mit bis zu 80 MHz Bandbreite erzeugt eine Kombination aus einem Vektorsignalgenerator der Familie Agilent ESG, MXG oder PSG und dem Basisbandgenerator/Kanalemulator PXB. Zwei der Vektorsignalgeneratoren von Agilent unterstützen Signale mit bis zu 160 MHz Bandbreite.