National Instruments Fünf Trends in der Testautomatisierung

Rahman Jamal, National Instruments: »Die immer stärkere Integration von Messungen und Simulationen im Designprozess führt zu einer Verbesserung der Produktqualität und zu einer Verringerung der Entwicklungszeit.«
Rahman Jamal, National Instruments: »Die immer stärkere Integration von Messungen und Simulationen im Designprozess führt zu einer Verbesserung der Produktqualität und zu einer Verringerung der Entwicklungszeit.«

Mit der zunehmenden Komplexität elektronischer Produkte bei gleichzeitig wachsendem Kostendruck müssen die Hersteller ihre Teststrategien neu überdenken. Markt&Technik sprach mit Rahman Jamal von National Instruments über die fünf wichtigsten Trends, die die Testautomatisierung in den nächsten Jahren nachhaltig beeinflussen werden.

»Der erste Trend ist der insgesamt erhöhte Stellenwert von Tests«, erklärt Rahman Jamal, Technischer & Marketing Director von National Instruments Europe. »So avanciert der Bereich ‚Test‘ immer mehr zu einem strategisch wichtigen Unternehmensbestandteil, aus dem einfachen Grund, dass das Unternehmen sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil sichert. Dies ist heutzutage eine gezielte Vorgehensweise in vielen Unternehmen.«

Den nächsten Trend sieht der Experte in der immer stärkeren Integration von Messungen und Simulationen im Designprozess. Man erkenne immer mehr, dass der Einsatz anspruchsvoller Simulationsmodelle bei realen Messungen die Produktqualität verbessere und die Entwicklungszeit verringere.

»Trend Nummer drei ist der vermehrte Einsatz externer PCI-Express-Schnittstellen«, fährt Jamal fort. »Der in den PC integrierte Hochgeschwindigkeitsbus mit geringer Latenz erlaubt dank seiner optimierten externen Schnittstelle ganz neue System-Topologien.«

Als vierten Trend sei die Auswirkung der extrem starken Verbreitung mobiler Geräte auf Prüfsysteme zu nennen. »Mittlerweile verfügt fast jeder über ein Smartphone oder einen Tablet-PC, wodurch Prüfsysteme nun auf einmal auf eine ganz andere Art und Weise überwacht, gesteuert und geregelt werden können.«

Der letzte Trend ist IP-bezogen und dreht sich um den Einsatz portabler Messalgorithmen: »Neue Werkzeuge verhelfen dem Anwender dazu, dass so genannte ‚Measurement IP‘ – also auf die Messtechnik bezogene Verfahren, Algorithmen usw. – nur einmal entwickelt werden muss und dann auf einer Vielzahl sich komplett voneinander unterscheidender Zielplattformen untergebracht werden kann«, so Jamal. »Wichtig hierbei ist die Tatsache, dass die IP stets gewahrt bleibt.«