»Young Engineer Award« und »Best Paper Awards« verliehen »EMV 2012«: Die Award-Gewinner stehen fest

Die Gewinner von links nach rechts: Frank Kremer, TU Dortmund, Arne Schröder, TU Hamburg-Harburg, Katharina Feldhues, TU Dortmund, Martin Frey, ARGE Rundfunk-Betriebstechnik
Die Gewinner von links nach rechts: Frank Kremer, TU Dortmund, Arne Schröder, TU Hamburg-Harburg, Katharina Feldhues, TU Dortmund, Martin Frey, ARGE Rundfunk-Betriebstechnik

Die Veranstalter der »EMV 2012« haben die drei »Best Paper Awards« und den erstmals ausgeschriebenen »Young Engineer Award« verliehen. Aus mehr als 80 Beiträgen wählte das Komitee diejenigen aus, die in Qualität und Aktualität am meisten überzeugten.

Der »EMV 2012 Young Engineer Award« geht an:

  • Frank Kremer, Technische Universität Dortmund: »Simulationsbasierte Bewertung der zulässigen Kopplung zwischen verschiedenen Spannungsebenen in Elektrofahrzeugen«

Die »EMV 2012 Best Paper Awards« gehen an:

  • Katharina Feldhues, Technische Universität Dortmund: »Entwicklung einer Methode zur inversen Bestimmung von Störgrenzwerten basierend auf Simulationsmodellen der kritischen Koppelstrecken und Datenübertragungssysteme«
  • Martin Frey, ARGE Rundfunk-Betriebstechnik: »Minimal-invasive Methode zur Lokalisierung von Schaltnetzteilen mit schadhaftem Zwischenkreis-Kondensator in hochverfügbaren Anlagen«
  • Arne Schröder, Technische Universität Hamburg-Harburg: »Beschleunigung schneller Löser in der Momentenmethode bei Einkopplungsproblemen mit Mehrfachanregung«

Die Arbeiten der Award-Gewinner in der Kurzfassung:

»EMV 2012 Young Engineer Award«: »Simulationsbasierte Bewertung der zulässigen Kopplung zwischen verschiedenen Spannungsebenen in Elektrofahrzeugen«, Frank Kremer, Technische Universität Dortmund

Die pulsweitenmodellierte Ansteuerung elektrischer Antriebsmotoren in Hybrid- und Elektrofahrzeugen sowie das Zu- und Abschalten von Hochleistungsverbrauchern verursachen Störströme. Auf dem Hochspannungsbordnetz werden die damit verbundenen Felder durch geschirmte Kabel soweit reduziert, dass die Grenzwerte eingehalten werden können. Gerade bei höheren Frequenzen können die Störungen auf der Hochspannungsseite über Schnittstellenkomponenten wie zum Beispiel dem Trennelement für die HV-Batterie oder dem DC/DC-Wandler auf die Niederspannungsseite überkoppeln. Aufgrund der einfachen, ungeschirmten Kabelstrukturen im Niederspannungsbordnetz werden Störströme hier ungehindert abgestrahlt. Die Kopplung zwischen den Spannungsebenen ist somit kritisch und muss in der Entwicklungsphase besonders beachtet werden.

Mit neu entwickelten Simulationsmodellen eines DC/DC-Wandlers und eines Trennelements werden Untersuchungen zu den Verkopplungsmechanismen durchgeführt. Diese Ergebnisse werden verwendet, um geeignete Messverfahren zu entwickeln, die es erlauben, mit geringem Aufwand und hoher Genauigkeit die Dämpfung zwischen den Spannungsebenen der Komponenten zu bestimmen. Mit einem DC/DC-Wandler, einem Trennelement und verschiedenen Leitungen wird das beschriebene Verfahren durch Simulationen und messtechnisch validiert.

Die Simulationsmodelle erlauben es weiterhin, Schwachstellen von Schnittstellenkomponenten der Bordnetze bereits in frühen Planungsphasen rein simulatorisch zu erkennen. Abhilfemaßnahmen zur Reduzierung der Verkopplung können einfach untersucht und optimiert werden.