Mobilfunktechnik könnte von bereits in der IP-Welt bewährten Messaufbauten profitieren Ein IP-Prüfverfahren für den Mobilfunk

Bild 3: Die von Anritsu vorgeschlagene Prüfanordnung entspricht derjenigen, die heutzutage in IP-Netzwerksystemen verwendet wird.
Die von Anritsu vorgeschlagene Prüfanordnung entspricht derjenigen, die heutzutage in IP-Netzwerksystemen verwendet wird.

Auf die modernen Mobilfunknetze möchte niemand mehr verzichten. Jedoch bereiten 3G, LTE und Co. den Entwicklern auch einiges an Kopfzerbrechen, zum Beispiel, wenn es um das Thema Link Adaptation geht. Der Kommunikationsmesstechnik-Spezialist Anritsu kennt eine Lösung dafür und zeigt auf, wie man ein Prüfverfahren aus der IP-Netzwerktechnik für die Entwicklung von Endgeräten im Breitband-Mobilfunknetz nutzen kann.

Link Adaptation (oder Scheduling) wurde als Eigenschaft der HSDPA-Technik unter den 3GPP-Protokollen eingeführt. Es handelt sich hierbei um das Verfahren, das Mobilfunknetze für die Zuweisung von Funkressourcen verwenden. Dabei liefert das Funkprotokoll in der Basisstation in jedem Transmission Time Interval (TTI) Daten in Downlink-Richtung und weist die Ressourcen in Uplink-Richtung zu. Weil ein TTI extrem kurz sein kann (bis zu 1 ms), bietet dieses Scheduling-Verfahren eine enorme Flexibilität bei der Anpassung des Traffic Routing und der Durchsatzraten an die verfügbaren Ressourcen. Link Adaptation ist also die Grundlage für die hohen Durchsatzraten, die Stabilität und die effiziente Bandbreitennutzung, durch die sich die modernen 3G- und LTE-Netzwerke auszeichnen. Doch wie stellt man die Performance sicher?  

»Ein grundsätzliches Problem bei der Einführung des Link-Adaptation-Verfahrens hat den Entwicklern von Mobilfunkgeräten Schwierigkeiten gemacht«, erklärt Eduardo Gonzales Reyes, Field Applications Engineer von Anritsu. »Nämlich das Versagen herkömmlicher Prüfanordnungen, wenn es um eine ausreichend genaue Lokalisierung von Fehlern und Funktionsausfällen in Link-Adaptation-Projekten geht.« Es gibt jedoch eine Lösung dafür – wenn auch aus einem völlig anderen Technologiefeld. Im Folgenden betrachten wir eine Prüfanordnung, die bereits von Netzwerktechnikern genutzt wird, die IP/Ethernet-Geräte entwickeln und anwenden. Sie erkennt Scheduling-Fehler im Detail, bis hinunter auf die Ebene einzelner TTIs.