Teledyne LeCroy Economy-Oszilloskope mit High-end-Ausstattung

Die Allrounder der Wafesurfer-3000-Serie von Teledyne LeCroy sind ab 3000 Euro erhältlich.
Die Allrounder der Wafesurfer-3000-Serie von Teledyne LeCroy sind ab 3000 Euro erhältlich.

Teledyne LeCroy hat die Economy-Oszilloskope der Serie »WaveSurfer 3000« mit einigen Features versehen, die man bislang nur aus den mittleren und oberen Geräteklassen kennt – angefangen von der smarten MAUI-Bedienoberfläche, über ein ausgeklügeltes Speichermanagement bis hin zu einigen für diese Preiskategorie neuen Signalerfassungs- und Analysefunktionen und Dokumentationsmöglichkeiten.

Von Guido Wolf, Marketing Manager EMEA Region, Teledyne LeCroy

Für Bandbreiten von 200 bis 750 MHz ausgelegt und mit Multifunktionseigenschaften als Oszilloskop, Generator, Voltmeter sowie als Logik- und Protokollanalysator versehen, haben sich die »WaveSurfer-3000«-Oszilloskope zu echten Allroundern unter den Economy-Oszilloskopen entwickelt. Ab 3000 Euro erhältlich punkten sie bereits auf den ersten Blick mit Teledyne LeCroys patentierter MAUI-Touchscreen-Oberfläche, die es Anwendern ermöglicht, das Gerät intuitiv zu bedienen – was wiederum die gesamte Debugging-Zeit verkürzt. Doch es gibt noch vieles mehr zu entdecken.

Signalerfassung mit optimalem Speichermanagement

Der Speicher in einem Oszilloskop ist das Herzstück der Erfassung. Doch meist werden den Möglichkeiten und Unterschieden in diesem Bereich zu wenig Beachtung geschenkt. Die WaveSurfer-3000-Serie bietet zwei hilfreiche Funktionen des Speichermanagements, die sonst in dieser Klasse nicht oder nur gegen Aufpreis zu haben sind:

  • Segmentierbarer Speicher

Beim segmentierbaren Speicher wird der Speicher in Blöcke unterteilt und jeder einzeln bei einem Triggerereignis gefüllt. Eine typische Anwendung ist die Messung in seriellen Bussystemen. Möchte man beispielsweise in einem CAN-Bus-System so viele Datenpakete wie möglich aufzeichnen und analysieren, werden bei der normalen Erfassung auch alle Datenlücken gespeichert. Mit dem Segmentmodus ist es dagegen möglich, in jedem Speicherelement nur die Datenpakete des CAN-Busses aufzuzeichnen. Dadurch kann eine deutlich längere Zeit aufgezeichnet werden, weil die Zeiten ohne Busaktivität nicht erfasst werden und somit auch keinen Speicherplatz verschwenden. Um die Blöcke zeitlich wieder richtig zuordnen zu können, wird für jedes Segment ein Zeitstempel registriert. Ein weiterer Vorteil des Segmentmodus ist, dass nach der Erfassung eines Blocks sehr schnell wieder neu getriggert werden kann, weil die gesamte Auswertung, wie etwa die Anzeige oder Parametermessung, erst nach der Aufzeichnung aller Blöcke erfolgt. Durch die intelligente Zoomfunktion im WaveSurfer kann jeder Block im Speicher gezielt ausgewählt, Teile davon vergrößert oder auch Parameter- und Cursor-Messungen durchgeführt werden.

  • History-Modus

Jeder Entwickler kennt das Problem, dass bei einer Fehleranalyse ein Signal aufblitzt, das er gerne analysiert hätte. Hier hilft die History-Funktion. Sie bietet die Möglichkeit, vorherige Signalerfassungen aufzurufen und zu analysieren. Oft wird im Betrieb nur ein Teil des zur Verfügung stehenden Speichers benutzt. Werden z.B. für eine Signalerfassung nur 10.000 Punkte benötigt, obwohl der gesamte Erfassungsspeicher 10 Millionen Punkte umfasst, so sind 99,9 % des Speichers ungenutzt. Die History-Funktion nutzt nun den gesamten Speicher, indem, ähnlich des Segment-Modus, bei jeder Erfassung ein Block in den Speicher geschrieben wird. Ist der Speicher voll, wird der älteste Block im Speicher automatisch gelöscht, um Platz für neue Erfassungen zu machen. Je weniger Speicher für die aktuelle Erfassung benötigt wird, desto mehr Erfassungen liegen im History-Speicher. Nachdem die Erfassung gestoppt ist, kann der Anwender in diesem Speicher blättern, vorherige Erfassungen aufrufen und diese sogar wie ein gerade erfasstes Signal analysieren.

Der History-Modus ist hilfreich beim Analysieren von Startvorgängen, denn der Anwender kann die Abfolge von Erfassungen des Startvorgangs im Speicher nachträglich betrachten und analysieren. Eine Play-Funktion kann dabei die Erfassungen wie bei einem Rekorder immer wieder Vor- und Rückwärts abspielen. Ist die richtige Stelle gefunden, lässt sich diese laden und analysieren. Dabei ist die History-Funktion im Hintergrund immer automatisch aktiv und muss nicht extra eingeschaltet werden.