Sensorik und Messtechnik 2019 »Die Branche wächst und wächst und wächst«

Smarte Sensorsysteme verändern die Prozesse

Gefragt ist die intelligente Verknüpfung von verschiedenen Sensordaten mit anderen Informationen. Ob die Lokalisierung durch GPS oder WLAN oder modellbasiertes Wissen über den Prozess, sodass Sensoren mittels intelligenter Algorithmen schon im Feld entscheiden können, welche Ereignisse gemeldet werden müssen. Gleichzeitig wird auch die intelligente Verknüpfung von verschiedenen Sensordaten untereinander immer wichtiger. Die Innovationszyklen sind manchmal länger, trotzdem lässt sich in den letzten Jahren ein deutlicher Wandel in der Sensorik und Messtechnik beobachten. Zunehmend spielen diese smarten Sensorsysteme, die neben der eigentlichen Messgrößenerfassung auch die Signalaufbereitung und Signalverarbeitung in einem Gehäuse vereinigen, eine immer wichtigere Rolle. Die Herausforderungen sind zukünftig insbesondere die Dateninterpretationen, zum Beispiel für eine belastbare Vorhersage eines Maschinenausfalls.

Smarte Sensorsysteme verändern Prozesse

Durch eine Veränderung in der Informations- und Kommunikationstechnik bieten sich dadurch neue Chancen für die Prozessführung. Zudem vereinfachen smarte Sensoren trotz ihrer Komplexität häufig den Einsatz durch sogenannte Plug&Play-Anwendungen. Je mehr „Intelligenz“ in den Sensor in Form anspruchsvoller Signalverarbeitungsalgorithmen integriert wird, desto mehr Möglichkeiten der Selbstüberwachung und Rekonfiguration ergeben sich.

Damit ermöglichen Dienstleistungen wie Predictive Maintenance und Maschinenüberwachung erweiterte Geschäftsfelder für die AMA-Mitglieder, etwa bei der Wartung von Windkraftanlagen. Soll die Wartung optimiert werden, unterstützt die Maschinenüberwachung. Wird beispielsweise das Schmiermittel kontinuierlich auf Schmutzpartikel hin beobachtet, kann beim Erreichen des Grenzwerts das Mittel ausgetauscht werden.

Damit ist Instandhaltung näher am Bedarf möglich und man kann von pauschalen Wartungsintervallen nach dem Kalender abrücken. Die Branche gilt damit auch im kommenden Jahr als stabile Größe am Markt. AMA-Mitglieder setzen auf die fortschreitende Digitalisierung, IoT und die künstliche Intelligenz, die der Branche neue Chancen eröffnen.