Frost&Sullivan-Prognose bis 2017 Deutscher Smart-Meter-Markt: Wachstum um 81 Prozent pro Jahr

Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan steht der deutsche Smart-Metering-Markt vor enormen Steigerungsraten: Zwischen 2010 und 2017 soll er jährlich um durchschnittlich 81 Prozent wachsen.

Die Frost&Sullivan-Studie belegt, dass der europäische Smart-Meter-Markt im Jahr 2010 Umsätze von 318,4 Millionen US-Dollar erwirtschaftete, die bis zum Jahr 2017 auf 1,93 Milliarden US-Dollar steigen werden. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 29,3 Prozent. Im selben Zeitraum soll die installierte Kapazität von Smart Metern in Europa von 43,9 Millionen (2010) auf 200,4 Millionen (2017) anwachsen. Dem europäischen Markt steht also eine intensive Wachstumsphase ab 2012 bevor.

Auch in Deutschland sind die Aussichten für zukünftige Investitionen in diesem Markt äußerst positiv, doch es fehlen rechtliche Rahmenbedingungen. Einige Stromversorgungsunternehmen führen Pilotprojekte durch, doch die einzelnen Marktteilnehmer warten auf eine eindeutige rechtliche Grundlage, um eine großangelegte Einführung bis 2013 voranzutreiben. Laut Frost & Sullivan wird daher für Deutschland erwartet, dass der Markt mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 81 Prozent zwischen 2010 und 2017 wachsen wird, doch erst ab 2014 an Dynamik gewinnt. 

»Der Smart-Meter-Markt hat positiven Auftrieb durch die Einführung intelligenter Netze sowie seitens der erneuerbaren Energien erhalten und wird sich dementsprechend erfolgreich weiterentwickeln«, erläutert Frost&Sullivan-Research-Analystin Neha Vikash. »Intelligente Zähler müssen auf eine Integration von erneuerbarer Energie ausgerichtet sein. Die Europäische Union zielt auf die Erreichung der 20-20-20-Ziele ab als notwendiger Antrieb zur Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien, während das dritte EU-Energiepaket auf eine 80-prozentige Marktpenetration von intelligenten Zählern im privaten Wohnbereich bis 2020 ausgerichtet ist.«

Derzeit agieren weniger als 20 Anbieter im europäischen Smart-Meter-Markt. Der Wettbewerb zwischen Herstellern, Stromversorgungs-, IT- und Netzwerkunternehmen sowie Fernüberwachsungs- und Automatisierungsunternehmen ist jedoch sehr hoch und wird sich laut Vikash voraussichtlich noch durch neu hinzukommende Unternehmen, die in den Markt eintreten werden, intensivieren. Besonders chinesische und andere asiatische Unternehmen werden wohl im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahre in den Markt drängen.