Wirtschaft China-Geschäft hilft Elektrobranche in der Corona-Krise

Während die Geschäfte mit wichtigen Abnehmerländern wie USA, Frankreich und Niederlande im Juni schrumpften, stiegen die Exporte nach China in dem Sommermonat kräftig um gut 15 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum und im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent.

Das bewahrte die Exporte der Elektrobranche vor noch größeren Rückgängen, wie der Branchenverband ZVEI am Donnerstag mitteilte. Mit 15,6 Milliarden Euro lagen die Ausfuhren im Juni um 6,4 Prozent unter Vorjahr.

»Der jüngste Rückgang fiel zwar deutlich geringer aus als in den beiden vorangegangenen Monaten, in denen er sich jeweils auf ein Fünftel belaufen hatte«, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann in Frankfurt. Jedoch sei der Juni 2019 ein schwacher Monat gewesen, was den diesjährigen Wert besser aussehen lasse. Im gesamten ersten Halbjahr sanken die Exporte um 8,7 Prozent auf 96,5 Milliarden Euro.

Die Elektro-Importe stiegen im Juni leicht um 1,7 Prozent. Im ersten Halbjahr stand aber ein Minus von 6,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Elektrobranche zählt mit zuletzt 880 000 Beschäftigten hierzulande zu den wichtigsten Industriezweigen in Deutschland.