National Instruments »Auf das offene Plattformkonzept kommt es an«

National Instruments stellt die zweite Generation seiner PXIe-basierten Vektorsignal-Transceiver vor. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen wartet der NI PXIe-5840 mit deutlich besseren Spezifikationen und einem um ein Drittel geringeren Platzbedarf auf.

Doch es ist nicht nur das Modul selber, auf das NI den Fokus legt, sondern das ihm zugrunde liegende offene Plattformkonzept aus modularer Hardware, anwenderseitig programmierbarer Software und einem wachsenden User-Ökosystem.

In Zeiten, in denen immer mehr IoT-Devices in immer kürzerer Zeit entwickelt und getestet werden müssen, gerät die Flexibilität eines Messsystems schnell in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei geht es jedoch längst nicht mehr nur um die Konkurrenz zwischen Formfaktoren, also „Messboxen“ und „Messmodulen“, sondern vielmehr um die Art, wie Anwender ihre Messsysteme exakt und dennoch flexibel auf ihre individuellen Anforderungen anpassen können. Denn so unterschiedlich die zu testenden Devices sind, so verschieden sind natürlich auch die Testszenarien. Abhilfe schafft National Instruments mit einem Konzept, das nicht auf starre Spezifikationen ausgerichtet ist, sondern auf eine offene, anwenderprogrammierbare Plattform bestehend aus modularer Hardware und individuell anpassbarer Software, umgeben von einem wachsenden Ökosystem an Entwicklern, Partnern, Integratoren und geistigen Eigentums (IP).

»Herkömmliche Testkonzepte basieren darauf, dass der Messgerätehersteller genau weiß – oder zumindest zu wissen glaubt –, was der Anwender braucht«, erklärt Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director von National Instruments. »Dementsprechend stellt er Messgeräte mit festgelegten Funktionen zur Verfügung, die bestenfalls noch mit Optionen auf- oder umgerüstet werden können. Aber tatsächlich weiß doch der Anwender selber viel besser, was seine Anforderungen sind und was er für seine Messaufgaben braucht. Darüber hinaus liegt es in der Natur des stark von der Software geprägten IIoT, dass sich Anforderungen oft kurzfristig ändern. Insofern kann der Anwender oftmals noch gar nicht abschätzen, wie sich seine Teststrategie verändern wird. Ein hochflexibles Messsystem ist daher unabdingbar. Hier setzen wir mit unserem Konzept an. Mit einer offenen Plattform, umgeben von einem ständig wachsenden Ökosystem ist der Anwender selber der Designer seines Messsystems. Ein integraler Bestandteil unserer Plattform ist beispielsweise unser neuer Vektorsignal-Transceiver: Dessen anwenderseitig programmierbarer FPGA lässt sich mit LabVIEW ganz individuell nach den jeweiligen Anforderungen gestalten.«

Bereits 2012 hatte National Instruments den ersten mit einem LabVIEW-programmierbaren FPGA ausgestatteten Vektorsignal-Transceiver vorgestellt. »Was anfänglich vor allem für die Hersteller klassischer Messgeräte kaum nachvollziehbar war – weil es sich eben um eine völlig neue Messgerätekategorie handelte – hat sich mittlerweile am Markt etabliert«, führt Jamal aus. »Denn die Vorteile für den Anwender liegen mehr denn je zuvor auf der Hand: individuelle und schnell anpassbare Gerätefunktionen, kürzere Entwicklungszeiten – und damit schnellere Time-to-Market – und geringere Prüfkosten.«

So basiert nun auch die zweite Generation des VST auf diesem offenen Plattformkonzept. »Die softwaredesignte Architektur des VST ermöglicht eine individuelle Programmierung des FPGA«, erklärt Charles Schroeder, Vice President of RF Product Marketing bei NI. »Das heißt, Anwender können den VST mithilfe der intuitiven Systemdesignsoftware LabVIEW auf Firmware-Ebene genau an die jeweiligen Projektanforderungen anpassen. Dieses Messgerät verbindet die für klassische Prüf- und Messanwendungen erforderliche RF-Leistung mit der Flexibilität eines Software-Defined-Radio-Systems.«

Und das ist der neue VST
 
Der NI PXIe-5840 kombiniert einen 6,5-GHz-RF-Vektorsignalgenerator mit einem 6,5-GHz-Vektorsignalanalysator, einem leistungsstarken, per LabVIEW anwenderprogrammierbaren FPGA sowie mit seriellen und parallelen Hochgeschwindigkeits-Digitalschnittstellen in einem PXI-Express-Modul, das nur zwei Steckplätze im Chassis belegt. Dank der Bandbreite von 1 GHz und einer EVM-Leistung von –50 dB eignet sich der neue VST für unterschiedlichste Anwendungen, darunter das Testen von 802.11ac/ax- sowie Mobilfunk- und IoT-Geräten, Entwicklung und Test von 5G-Technologien, RFIC-Tests sowie die Prototypenerstellung von Radarsystemen. Zudem ermöglicht der neue VST dank FPGA-basierter Beschleunigung und optimierter Messsoftware laut Hersteller zehnmal schnellere Messungen, als es mit klassischen Messgeräten möglich wäre.