Signal- und Spektrumanalysatoren von Rohde & Schwarz Analysebandbreite wächst von 320 auf 500 MHz

Rohde & Schwarz erhöht die Analysebandbreite der Signal- und Spektrumanalysatoren der R&S-FSW-Familie auf 500 MHz und setzt damit erneut eine Höchstmarke. Erst im Juni vergangenen Jahres hatte der Münchner Elektronikkonzern diesen Wert von 160 auf 320 MHz verdoppelt und schon damals eine außergewöhnliche Steigerung erzielt.

Mit der nun vorgestellten Hardware-Option R&S FSW-B500 eröffnen sich für die Analysatoren völlig neue Einsatzmöglichkeiten in Forschung und Entwicklung. Die Option gibt es für alle FSW-Modelle – also auch für das Flaggschiff FSW67, das Frequenzen bis 67 GHz abdeckt. Dieser High-end-Analysator ist speziell für Radar- oder Satellitenanwendungen sowie für schnelle drahtlose Verbindungen wie WLAN oder Beyond 4G (5G) ausgelegt.

Mittels der großen Analysebandbreite können Anwendern nun die Pulsanstiegs- und Pulsfallzeiten ab etwa 3 ns Länge bzw. sehr kurze Pulse ab 8 ns Pulsbreite vermessen und unter anderem Radar-Chirps bis 500 MHz Bandbreite komplett aufnehmen und vermessen. Hopping-Sequenzen in frequenzagilen Kommunikationssystemen lassen sich ebenfalls analysieren. Forscher im Satellitenbereich sind in der Lage, die Komponenten der zukünftigen Transponder-Generation mit bis zu 500 MHz Bandbreite zu charakterisieren. Auch Komponenten für Richtfunkstrecken lassen sich bis zu 500 MHz Bandbreite vermessen. Anwender in der Entwicklung von HF-Verstärkern für Mobilfunk oder WLAN erhalten mit dem R&S FSW nun die Möglichkeit, die digitale Vorverzerrung von Verstärkern bis 160 MHz Bandbreite, wie für WLAN 802.11ac-Signale erforderlich, zu vermessen. Bisher werden für die Aufzeichnung derart breitbandiger Signale oft komplizierte Setups aus einem digitalen Oszilloskop und einem Downconverter benutzt.