Frist für Osram-Kauf läuft ams will Übernahme jetzt schaffen

Firmensitz von ams in Premstätten.
Firmensitz von ams in Premstätten. t

Von heute bis zum 5. Dezember läuft die Annahmefrist für das neue Übernahmeangebot von ams an Osram. Die Annahmeschwelle hat ams auf 55 Prozent gesenkt.

Das sei wegen der Position von ams als bedeutendster Aktionär von Osram geschehen, wie ams mitteilte. Das Angebot geht von der ams Offer GmbH aus, einer hundertprozentigen Tochter von ams. Die Tochter hatte ams nach dem ersten gescheiterten Übernahmeversuch gegründet. Denn selber hätte ams ein Jahr warten müssen, um ein neues Angebot zur Übernahme von Osram abgeben zu dürfen.

Dank dieses Tricks könnte sich ams nun Osram doch einverleiben. Die Erfolgsaussichten stehen nicht schlecht, erstens wegen der gesenkten Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent statt  62,5 Prozen beim ersten Versuch. Zweitens dürften nun mehr Aktionäre geneigt sein, auf das Angebot in Höhe von 41 Euro pro Aktie einzugehen. Das wäre auch nötig, denn beim ersten Versuch wäre auch die 55-Prozent-Hürde mit 51,6 Prozent verfehlt worden. Und drittens scheint auch das Management von Osram einer Übernahme weniger skeptisch gegenüber zu stehen, als das beim ersten Versuch noch der Fall war.  
 
»Vor dem Hintergrund der laufenden konstruktiven Gespräche mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat von Osram sind wir zuversichtlich, unsere gemeinsame Vision, einen europäischen Champion und weltweit führenden Anbieter von Sensoriklösungen und Photonik zu schaffen, verwirklichen zu können«, sagt Alexander Everke, CEO von ams
 
ams und Osram befinden sich derzeit in Gesprächen über den Abschluss eines Business Combination Agreement (BCA), das die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen weiter vertiefen und die bestehende Photonikstrategie von Osram ausweiten würde.

Gemeinsame Vision
 
ams und Osram haben ihre Gespräche in den vergangenen Wochen intensiviert, um eine längere Periode der Unsicherheit zu beenden. Ziel ist es
die Geschäfte nahtlos aufeinander abzustimmen und einen weltweit führenden Anbieter von Sensoriksystemen und Photonik zu schaffen.

Das BCA, das der Zustimmung der relevanten Gremien bedarf, soll zudem erweiterte Stakeholder- Verpflichtungen und Schutzklauseln für die Osram-Beschäftigten enthalten, um Arbeitsplätze und Produktionsstätten in Deutschland zu sichern. ams ist bereit, die bereits eingegangenen Verpflichtungen auszuweiten.