Messtechnik / Sensorik ams will Mazet kaufen

ams erweitert sein Angebot an Umweltsensoren durch den Kauf der CMOS-Sensor-Abteilung von NXP.
ams erweitert sein Angebot an Umweltsensoren durch den Kauf der CMOS-Sensor-Abteilung von NXP.

Die österreichische ams AG hat beim Bundeskartellamt einen Antrag auf Kontrollerwerb über den deutschen Optoelektronik- und Farbsensorspezialisten Mazet GmbH gestellt. Details der geplanten Transaktion wurden noch nicht bekannt.

Auf Nachfrage bei Mazet hieß es, der Prozess befinde sich gerade in einem schwebenden Prüfverfahren. Nach dessen Abschluss werde es eine offizielle Mitteilung der ams AG und Mazet geben. 

ams ist also weiter auf Einkaufstour. Nach einer ganzen Reihe von Akquisitionen in den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen erst vor wenigen Wochen die Übernahme des britischen Sensorherstellers CCMOSS bekannt gegeben.

Im Interview mit Markt&Technik erklärte Mark Hamersma, Executive Vice President M&A and Strategy, General Manager Division Sensors and Sensor Interfaces von ams, dass Merger und Akquisitionen – neben dem Ausbau des organischen Know-hows – ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie von ams seien. »Wenn sich am Markt die Gelegenheit ergibt, Technologien oder Kompetenzen zu erwerben, die komplementär zu unserem eigenen sind, dann ergreifen wir diese Chance natürlich auch gerne«, so Hamersma.

ams mit Hauptsitz in Unterpremstätten in Österreich beschäftigte Ende des Geschäftsjahres 2015 knapp 2000 Mitarbeiter weltweit und erzielte einen Umsatz von rund 623 Millionen Euro. ams ist an der SIX Swiss Stock Exchange börsennotiert. 

Mit seinen Jencolor-Spektral- und Farbsensoren gilt die in Jena ansässige Mazet GmbH als ausgesprochener Spezialist für die Optosensorik. Das 1992 gegründete Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 11 Millionen Euro.