LED-Lampen Alterungsmesssystem soll Licht ins Dunkel bringen

LED-Lampen im Dauertest: Das von der PTB entwickelte Messsystem fasst bis zu 40 LEDs gleichzeitig.

LEDs sind das Beleuchtungsmittel der Zukunft. Darin sind sich die Experten einig. Aber wie gut sind die LED-Lampen noch, wenn sie älter werden? Um das zu untersuchen, haben Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) im Rahmen eines Technologietransfer-Projektes mit der Firma Zett Optics, Braunschweig, ein vollständig automatisiertes Alterungsmesssystem entwickelt.

Das neue Messgerät prüft u.a., ob die Eigenschaften der Lampen bei Betrieb über einen längeren Zeitraum stabil bleiben, oder ob und wie Alterungserscheinungen auftreten. Es misst im Dauertest über zwei bis drei Jahre sowohl die Lichtstärke als auch den Farbton der Lampen. Dazu werden die Lampen auf einen Karusselltisch montiert (der gleichzeitig bis zu 40 LEDs aufnehmen kann) und regelmäßig mit Messköpfen unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit gemessen. Die speziellen Halterungen der LEDs ermöglichen einen einfachen Austausch. Weitere Messgeräte der PTB ermöglichen es, die räumliche Abstrahlungscharakteristik und die alterungsbedingten Veränderungen genau zu erfassen.

Erste Ergebnisse nach bis zu 13 Monaten Dauertest stimmen nach Angabe der Wissenschaftler optimistisch: Die Lichtstärke sei bei vielen LED-Lampen nach einer individuellen Einbrennzeit sehr stabil. Innerhalb einer Liefercharge seien allerdings große Unterschiede möglich. Auch der Farbort sei oftmals äußerst stabil, geringfügige Veränderungen seien lediglich bei weißen Hochleistungs-LEDs zu erkennen.

In Zukunft sollen in der PTB weitere Tests zur Qualitätssicherung von LEDs laufen. Mit den dabei gewonnenen Daten will das Team außerdem theoretische Alterungsmodelle überprüfen, auf deren Grundlage die Industrie bisher die Alterungserscheinungen von LED-Lampen berechnet. Ziel ist es, die Qualität und Rückführbarkeit der neuen Lampen zu verbessern.