Flexibilität ist Trumpf Aktuelle Trends im Laborstromversorgungsmarkt

Ralf Fitzer, Schulz-Electronic: »Immer öfter werden wir mit dem Wunsch der Entwickler konfrontiert, Laser-Serienentwicklungen im Labor an einer einfach zu bedienenden Stromversorgung vortesten zu können.«

Es ist Bewegung im Markt für Laborstromversorgungen. Nach der Wirtschaftsflaute kommt es nun darauf an, auf die richtigen Trends zu setzen und die entsprechenden Produkte auf den Markt zu bringen. Die Experten von Schulz-Electronic sehen z.B. eine anhaltende Entwicklung in Richtung Verlagerung »externer Intelligenz« in die professionellen Laborstromversorgungen.

Im Hinblick auf die »externe Intelligenz« in der Stromversorgung liegen die Highlights nach Überzeugung von Ralf Fitzer, Technischer Leiter des Baden-Badener Stromversorgungsspezialisten Schulz-Electronic, u.a. bei den einstellbaren digitalen Reglern und in der Möglichkeit, adaptive Regelungen mittels digitaler Regler umzusetzen. Auch einstellbare Rampen (Arbiträr-Generatorfunktionalität), programmierbare, signalabhängige (Re)-Aktionen der Stromversorgung (frei definierbare oder vordefinierte digitale Ein-/Ausgänge und Relais) sowie das Ablegen von Kennlinien für z.B. Brennstoffzellen- oder Generatortests, wie sie etwa für PV-Simulationen nötig sind, um die U/I-Kurve abzubilden, liegen im Trend. Schulz-Electronic adressiert diese Anwendungen mit dem Photovoltaik-Simulator »PV-Sim« in Verbindung mit Laborstromversorgungen von Delta-Elektronika oder Regatron. Nicht zuletzt sieht Fitzer einen Trend in der Leistungsregelung sowie in allen »neuen« Möglichkeiten, die mit der digitalen Regelung oder Sollwertgenerierung einhergehen.

»Trotzdem wird die externe Programmierung und Steuerung über Tools wie z.B. LabView nie überflüssig werden, weil sie die Flexibilität der Laborstromversorgung immens steigern«, unterstreicht Fitzer. »Externe Programmier-Tools sind heute integrale Bestandteile des Laborarbeitsplatzes und dienen sowohl als Stellglied als auch als Aufzeichnungseinheit komplexer Systeme. Schulz-Electronic bietet dazu spezielle LabView-Treiber und einen stromversorgungsspezifischen LabView Support an.«

Kunden aus dem Bereich Laser fragen nach Fitzers Aussage im Zusammenhang mit Laborstromversorgungen häufig nach kleinen Spannungen bei hohen Strömen. Geräte wie beispielsweise das Delta Elektronika SM7.5-80 kämen dem entgegen, in vielen Fällen seien jedoch noch höhere Ströme erforderlich. Daher ließen sich viele Geräte auch in Parallelschaltung (Master/Slave) betreiben, wobei die Synchronisation meist sehr einfach per RJ45-Patch-Kabel erfolge.

»Immer öfter werden wir auch mit dem Wunsch der Entwickler konfrontiert, Laser-Serienentwicklungen im Labor an einer einfach zu bedienenden Stromversorgung vortesten zu können«, fährt Fitzer fort. »Dafür haben wir die Entwicklungsplattform ‚Labalu’ geschaffen. Die kundenspezifisch ausgestatteten Laborgeräte beinhalten die gleichen OEM-Treiber für Laserdioden, die auch anschließend in der Serie zum Einsatz kommen. Es stellte sich nämlich immer wieder heraus, dass herkömmliche Stromversorgungen zu den hochgradig spezialisierten Anforderungen moderner Laserdioden nicht hundertprozentig passen.« Mit der in dieser Plattform einsetzbaren Lumina-Power-Stromversorgung LDYHC seien auch 5V/200 A kein Problem.

»Beide Trends im Lasermarkt, sowohl in Serie geschaltete Single-Emittertechnik - hin zu hohen Spannungen bis über 150 V und kleinen Strömen ab 10 A - als auch Hochstrom-Laserdiodenbarren bis zu nur 3 V bei 200 A und alle denkbaren Zwischenschritte können mittels Labalu mit einer einzigen Laborgeräteserie bedient werden«, schließt der Experte.