Oszilloskope der Einsteiger-Klasse müssen anwenderfreundlich sein Agilent setzt auf neues Bedienkonzept

Das Frontplattendesign der neuen InfiniiVision-X-Serie wartet mit fest zugeordneten Tasten und Drehknöpfen für den schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen auf
Das Frontplattendesign der neuen InfiniiVision-X-Serie wartet mit fest zugeordneten Tasten und Drehknöpfen für den schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen auf

Agilent hat seine kürzlich vorgestellten Economy- und General-Purpose-Oszilloskope der Serien InfiniiVision 2000X und 3000X mit einem völlig neuen Bedienkonzept ausgestattet. Mit der neuen Struktur und Aufmachung sollen auch unerfahrene Anwender das Scope vom ersten Einschalten an sicher bedienen können.

Die größten Veränderungen finden sich auf dem Bildschirm, den der Anwender mehr im Blick hat als jede andere Stelle auf dem Oszilloskop. Dabei setzt Agilent stärker als bisher auf das Stilelement Farbe. Die Scopes warten mit einem neuen Design der Menütasten und vieler anderer Oberflächenelemente im neuen Farbschema auf. Icons unterstützen den Anwender bei der Anwahl von Optionen und geben ihm visuelle Hinweise zur schnellen und einfachen Bedienung.

Wie entsteht ein neues Bedienkonzept?

»Wenn man bei einem Oszilloskop ein neues Bedienkonzept einführt und neue Funktionen imple­men­tiert, ist es wichtig, dass man einen Teil des Aussehens und des Konzepts der bisheriger Bedienung beibehält«, erklärt Peter Kasenbacher, EMEA Product Line Manager Oszilloskope von Agilent. »Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Designer zunächst die ‚Kapazität’ der bisherigen Softkey-basierten Bedienschnittstelle erhöhen, damit neue und zukünftige Funktionen darin Platz haben. Daneben gilt es, Rückmeldungen von Kunden umzusetzen und den Arbeitsfluss zu verbessern.« Diese Überlegungen haben Agilent zu einem neuen Design der Frontplatte geführt, das häufig genutzte Funktionen in den Vordergrund bringt, damit der Anwender schneller auf sie zugreifen kann. So sind z.B. die Bewegung von Messkurven und die Wahl der passenden Vertikalverstärkung oft benötigte Handgriffe. Daher gibt es für die Bewegung und Skalierung von Kurven wie z.B. Signal­arith­me­tik, Referenzspeicher und Digital­kanäle Direktwahltasten und fest zugeordnete Drehknöpfe wie bei den Analogkanälen. Mit einem separaten Drehknopf kann der Benutzer den Cursor in jedem Menü bewegen.

Neu ist auch eine programmierbare Schnellwahltaste, auf die der Anwender individuell unterschiedliche Funktionen wie etwa das Menü »Alles messen« oder »Speichern« legen kann.

Tasten für Suche und Navigation

Ebenfalls neu in den InfiniiVision-2000X- und -3000X-Oszilloskopen ist ein Satz von Tasten für Suche und Navigation. Auch sie sind konfigurierbar; so kann der Anwender mit ihnen zum Beispiel durch seine Aufzeichnungen scrollen wie mit Vorlauf und Rücklauf am DVD-Player. Darüber hinaus bieten die Scopes nun eine weitere automatische Suchfunktion: Dabei kann der Anwender die gewünschten Suchkriterien eingeben und mit den Navigationstasten »vor« und »zurück« auf der Frontplatte schnell zwischen den einzel­nen markierten Fundstellen hin- und her springen. Diese Funktion ist vor allem dann hilfreich, wenn der Anwender in dem großen Signal­spei­cher des Oszilloskops lange und komplexe Kurven aufzeichnet, und darin nach einem speziellen Ereignis sucht.

Alle Drehknöpfe lassen sich zusätzlich drücken, um damit schnell und einfach eine weitere Funktion aus­zulösen, beispielsweise um den Trigger-Pegel automatisch zu setzen, beim Scrollen durch eine Aufzeichnung die Schrittgröße zwischen normal und fein hin- und herzuschalten oder den Zeitversatz auf 0 zurückzu­setzen.

Farbkonzeption auf dem Bildschirm

Auch in Sachen Farbkonzeption hat Agilent seine neuen Scopes verändert und ihnen damit ganz nebenbei auch noch ein moderneres Aussehen verliehen. In dem neuen Farbschema haben die Softkeys und andere Elemente der grafischen Benutzer­schnitt­stelle (GUI) ein neues Design. Unter anderem wurde die Helligkeit um die Messkurven herum verringert, so dass deren Details deutlicher hervortreten. Der Rest des GUI dient lediglich dazu, die Messkurven zu unterstützen und sie zu bearbeiten. Der dunkle Hintergrund erlaubt den Einsatz weiterer Farben innerhalb des GUI. Beispielsweise sind nun viele der Kanal-Icons und -Beschriftungen im GUI farbcodiert. Dadurch kann der Anwender Kanäle und andere Objekte einfacher identifizieren oder anwählen.

Darüber hinaus hat Agilent die Popup-Menüs mit Icons und Titeln versehen, so dass die gewünschten Mess- oder mathe­ma­tischen Funktionen schneller erkennbar sind.