Inspectis / ATEcare 4K-Mikroskope mit Focus Stacking

Mit Focus Stacking
Mit Focus Stacking

Inspectis bietet seine hochauflösenden UHD (4K) Video-Mikroskope jetzt auch mit Focus-Stacking-Funktion an. Damit lassen sich nun Aufnahmen erzeugen, die neben einer hohen Detailgenauigkeit zusätzlich auch noch eine hohe Schärfentiefe aufweisen.

Beim Inspizieren mit sehr hohen Höhenunterschieden ist es ohne Focus-Stacking quasi nicht möglich, alle Bildbereiche gleich scharf abzubilden. Man müsste sich daher entscheiden, ob man den Fokus eher auf die hohen Bereiche oder auf die tiefer liegenden Bereiche (z.B. kleine Bauelemente) einstellt.

Das Focus-Stacking-Verfahren ermöglicht die Erstellung von Aufnahmen, in denen sowohl nahe als auch weiter entfernte Bildbereiche gleich scharf abgebildet sind. Dafür wird von der entsprechenden Szenerie zunächst eine Serie von Bildern aufgenommen, bei denen die Fokussierung jeweils leicht verändert wurde, so dass sich die einzelnen Bilder ausschließlich in ihrer Schärfelage unterscheiden. Bei der anschließenden Montage werden von der Spezialsoftware ProX die jeweils schärfsten Bereiche der Bilder zusammengefügt. Davor muss noch eine Bildtransformation zur bestmöglichen Überlagerung der Bilder durchgeführt werden. All diese Verrechnungsschritte erfolgen automatisch im Hintergrund, so dass jeder Anwender diese Funktion auch ohne Vorkenntnisse nutzen kann. Mit der ProX-Software können Bilderserien aus sechs bis 22 Einzelbildern unterschiedlicher Fokussierung erstellt und zu einem gleichmäßig scharfen Bild zusammengefügt werden.

Neben einem automatischen Modus, der die Kamera steuert und die Fokussierungsschritte selbst festlegt, steht dem Anwender auch ein manueller Modus zur Verfügung. Dieser kann für größere Objekte mit geringer Vergrößerung die bessere Wahl sein. Außerdem gibt es einen erweiterten Modus, mit dem man Details bearbeiten und verschiedene Arten von Bildrauschen herausfiltern kann.

Bildvergleich zeigt Unterschiede auf 

Eine weitere nützliche Funktion, die man mit Bestellung der ProX-Software erhält, ist die Bildvergleichsfunktion. Damit kann der Anwender zwischen einem Live-Bild und einem gespeicherten Referenzbild hin- und herschalten. Für die Ausführung der Überblendung stehen verschiedene Einstellmöglichkeiten zur Auswahl. So ist neben einem manuellen Bildwechsel auch ein selbstständig ablaufender Bildwechselmodus mit einer frei wählbaren Intervallgeschwindigkeit verfügbar. Der Übergang zwischen den Bildern kann je nach Wunsch des Anwenders sowohl hart als auch weich (z.B. mittels allmählich veränderlicher Transparenz) erfolgen. Auf diese Weise fallen Fehler wie falsch platzierte oder fehlende Bauteile schnell ins Auge.

Zubehör und Optionen

Inspectis bietet für seine Systeme zahlreiche Zubehörartikel an wie etwa Beleuchtungen, Polarisationsfilter, Stative, Bedienpanels, Zusatzlinsen und Mikroskop-Tische. Praxisgerecht zeigt sich auch die Variante mit erweitertem Arbeitsabstand zwischen Kamera und Objekt (500 oder 1000 mm). Damit erhält der Anwender einen freien und übersichtlichen Arbeitsbereich für die Nachbearbeitung bzw. Reparatur von Leiterplatten und kann diese gleichzeitig auf dem Monitor sehen. 

Inspectis / ATEcare auf der productronica 2019, Halle A2, Stand 308