Neue PXI-Schaltmatrix von Pickering 40 Prozent höhere Dichte

Auch nach dem Zusammenschluss von Pickering Electronics und Interfaces: Klar auf Wachstumskurs

Viele Jahre kannte man das britische Unternehmen Pickering zum einen als den Reed-Relais-Spezialisten Pickering Electronics, zum anderen als Pickering Interfaces, Experte für Schalt- und Simulationssysteme. Mitte 2018 haben sich die beiden von John Moore bzw. seinem Sohn Keith gegründeten Unternehmen zusammengeschlossen und firmieren seither unter Pickering.

Die Gruppe erwirtschaftete 2018 rund 37 Millionen US-Dollar Umsatz – mit einer Exportquote von 95 % – und beschäftigt etwa 400 Mitarbeiter. Beachtlich: In den letzten drei Jahren verbuchte das Unternehmen jeweils ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 25 % und wurde unter anderem dafür mit dem renommierten Queens Award 2019 ausgezeichnet. In Deutschland wächst Pickering stärker als in allen anderen Regionen. »Wir spüren hier eine sehr hohe Loyalität seitens der Kunden«, erklärt Keith Moore im Gespräch mit Markt&Technik.

Das Unternehmen entwickelt und fertigt alles in eigenen Reihen – ohne Outsourcing. »Das macht uns unabhängig und sichert unsere Qualität«, so Moore. »Darüber hinaus ist es für uns viel einfacher, kundenspezifische Anpassungen an den Produkten vorzunehmen.« Ein weiterer Effekt daraus: Pickering unterstützt seine Produkte bis zu 30 Jahre lang – das bietet Kunden eine hohe Zukunftssicherheit. Rund 75 % der Fertigung sind in Tschechien angesiedelt. Dass hier weiteres Potenzial liegt, unterstreicht Pickering mit dem Ausbau seiner tschechischen Fertigungskapazitäten um weitere 3400 qm Fläche. Anfang 2020 soll das neue Werk in Betrieb gehen. Der zweite Produktionsstandort ist am Unternehmensstandort in UK beheimatet.

Pickerings PXI-Portfolio umfasst mittlerweile mehr als 1600 Produkte, wobei der Fokus auf Schaltprodukten liegt. Ein wachsendes Geschäftsfeld sieht Moore im Bereich Cable Solutions. »In Tschechien beschäftigen sich 35 Mitarbeiter ausschließlich mit Cabeling«, so Moore. »Viele Kunden möchten sich damit nicht selber beschäftigen müssen – daher übernehmen wir das einfach für sie.«