Teledyne LeCroy 12-bit-, 8-GHz-HD4096-Oszilloskop-Chipsatz angekündigt

Teledyne LeCroy hat erfolgreich einen neuen Oszilloskop-Chipsatz validiert, der aus leistungsstarken 12-bit-A/D-Wandlern und sehr rauscharmen 8-GHz-Eingangsverstärkern besteht.

Der Einsatz dieses neuen Chipsatzes in einer komplett neuen Signalerfassungs-Architektur soll laut Hersteller in Kürze in bahnbrechenden neuen 12-bit-High-Definition-Oszilloskopen bis 8 GHz Bandbreite resultieren, die alle Vorteile schon bestehender Oszilloskope mit HD4096-Technologie auf Anwendungen mit höheren Bandbreiten erweitern.

»Unsere HD4096-Technologie übertrifft…

...andere Oszilloskop-Konzepte im Markt, bei denen 10- oder 12-bit-A/D-Wandler in konventionelle 8-bit-Oszilloskop-Architekturen integriert werden«, erklärt Albert Hanselmann, Deputy Vice President EMEA und Geschäftsführer von Teledyne LeCroy Deutschland. »Oszilloskope mit HD4096-Technologie zeichnen sich durch extrem geringes Rauschen bei hohen Bandbreiten aus, ferner durch eine exzellente Gain-Genauigkeit und große Offset-Bereiche.«

Mit den 12-bit-A/D-Wandlern und den daraus resultierenden 4096 Quantisierungsstufen lassen sich Signale bis zur maximalen Bandbreite und Abtastrate mit der 16-fachen Auflösung erfassen. Das deutlich reduzierte Rauschen und die höhere Auflösung der 12-bit-A/D-Wandler-Architektur ermöglichen eine signifikant höhere Amplituden- und Zeitmessgenauigkeit und eine bessere Signalklarheit.

Die kommenden Oszilloskope sollen nun erstmals…

...alle diese Vorteile für Anwendungen mit Bandbreiten größer als 1 GHz verfügbar machen. »Wir investieren schon viele Jahre beträchtliche Summen in die Entwicklung neuer, noch leistungsfähigerer Oszilloskope mit hoher vertikaler Auflösung, die die Messgenauigkeit und den Dynamikbereich erheblich erhöhen«, so Hanselmann. Schon im Jahr 1992 brachte LeCroy das erste Digital-Oszilloskop mit 10-bit-A/D-Wandlern auf den Markt, das Modell LeCroy 9430. Mit 150 MHz Bandbreite, zwei Eingangskanälen, 100 MSample/s Abtastrate pro Kanal, 50 kpts Speicher pro Kanal und damals schon umfangreicher Ausstattung zur Signalanalyse. Ungewöhnlich war auch das für die damalige Zeit sehr große 9“-Display mit hoher Auflösung. »Der Preisunterschied zu einem 8-bit-Oszilloskop der gleichen Leistungsklasse war aber damals noch relativ groß«, räumt Hanselmann ein. »Im Jahr 2010 hatte LeCroy, als erster Hersteller, mit der HRO-6Zi-Serie ein leistungsfähiges Oszilloskop vorgestellt, das mit einer echten 12-bit-Architektur ausgestattet war und preislich schon nahe an einem konventionellen 8-bit-Gerät lag. Diese Modellreihe hat den wirklichen Durchbruch – und den damit verbunden Erfolg der High-Definition-Oszilloskope – eingeläutet, weil die Vorteile dieser Technologie für viele Ingenieure nun erschwinglich geworden waren.«

Seit der Einführung der HRO-6Zi-Serie…

...hat Teledyne LeCroy viel Zeit und Geld in die Weiterentwicklung dieser Technologie investiert und eine ganze Reihe neuer 4- bzw. 8-Kanal-12-bit-Modelle auf den Markt gebracht. Die schnellen hochauflösenden analogen Eingangskanäle können mit 16 digitalen Kanälen erweitert werden, und seit letztem Jahr stehen zusätzlich auch noch bis zu 24 Kanäle mit 24 Bit Vertikal-Auflösung zur Verfügung. Derzeit umfassen die HDO-Serien 25 für verschiedene Applikationen ausgelegte Modelle mit Bandbreiten von 200 MHz bis 4 GHz. Ein weiterer HDO-Ableger ist der Motor Drive Analyzer MDA800A, der die wichtigsten Funktionen einer Power Analyzers mit denen eines Hochleistungsoszilloskops kombiniert und speziell für Anwendungen in der Leistungselektronik und der elektrischen Antriebstechnik entwickelt wurde. 

»Wir von Teledyne LeCroy sind überzeugt,…

...dass die Zukunft leistungsfähiger Oszilloskope bis 10 GHz der 12-bit-A/D-Wandler-Technologie gehört«, resümiert Albert Hanselmann. »Wir tun alles, um den Anforderungen unserer Kunden nach hochpräzisen Messgeräten nachzukommen und unsere Führungsposition in diesem Bereich weiter auszubauen.«