Radio Frequency Identification Winckel gibt fünf Tipps für RFID-Integration

Um das volle Potenzial von Radio Frequency Identification auszuschöpfen, listet RFID-Spezialist Winckel fünf Tipps auf. Demnach seien Firmen erfolgreich bei der Umsetzung von RFID, wenn sie Prozesse technologieunabhängig betrachten, Ausstiegspunkte schaffen, Einsatzbedingungen berücksichtigen, externe Systeme berücksichtigen und interne Transparenz schaffen.

»Auf die Planung kommt es an«, betont Winckel-Geschäftsführer Jörg Bald. Am Anfang eines RFID-Projekts wüssten viele Unternehmen nicht genau, »wo sie starten sollen, denn sie achten häufig nur auf die Technik und vernachlässigen die Anwendung«. Die RFID-Technologie biete jedoch viele Möglichkeiten, die nur in der Gesamtbetrachtung optimal genutzt werden könnten.

Prozesse technologieunabhängig betrachten: Was sind die genauen Ziele, die mit dem Projekt verfolgt werden? Grundsätzlich gilt: »RFID bietet mehr Nutzen, je tiefer die Technologie in den jeweiligen Prozess eingebettet wird.« Zu Beginn stehe dabei die Analyse der Unternehmensstruktur nebst Prozessen und Produkten in ihrer Gesamtheit. Im Anschluss lassen sich Anwendungsfelder definieren und der jeweils zu generierende ROI ansatzweise bewerten. Wichtig seien hierbei auch mögliche Abhängigkeiten und Wechselwirkungen.

Ausstiegspunkte schaffen: Oft sei zu Beginn eines RFID-Projektes nicht klar, wie und in welcher Form das geplante System am Ende umgesetzt werden solle. Mitunter stelle sich auch in der Planungsphase heraus, dass RFID nicht den ursprünglich erhofften Effizienzgewinn bringen könne. »Bei der Zusammenarbeit mit einem Systemintegrator ist es daher extrem wichtig, dass sogenannte Ausstiegspunkte eingeplant werden, nach denen ein wirtschaftlich oder technisch nicht erfolgreiches Projekt ohne zu große Kosten beendet werden kann«, sagt Bald.

Einsatzbedingungen berücksichtigen: Das RFID-Umfeld »kann sich erheblich auf den Erfolg eines Projektes auswirken«, versichert Bald. Dabei müsse zwischen Produkt und Umgebung unterschieden werden. Das sind zum einen das einzelne Produkt, die Verpackung oder die Anordnung. Auf der anderen Seite beeinflussen Faktoren wie metallische Komponenten in der Umgebung Reichweite und Ergebnisse von RFID-Systemen. Diese Faktoren müssen bei der Wahl eines Transponders berücksichtigt werden – je nach Umgebung, Anordnung und Distanz können hier unterschiedliche Eigenschaften gefragt sein.

Externe Systeme berücksichtigen: Einige RFID-Projekte sind rein unternehmensintern, die Prozesse laufen innerhalb der Unternehmensgrenzen ab und »sind daher vergleichsweise überschaubar«. Häufig gibt es allerdings auch Lieferanten, Kunden oder Partner, die ebenfalls RFID nutzen, und die das neue System an ihre eigenen Anforderungen anpassen möchten. »In diesem Fall ist es besonders wichtig, Standards wie EPC Global zu berücksichtigen, um die Interoperabilität der Systeme sicherzustellen«, erläutert Bald.

Interne Transparenz schaffen: Je nach Einsatzfeld sind unterschiedliche interne Abteilungen in ein RFID-Projekt involviert. Die Logistik oder Produktionsplanung spielt als Initiator vieler Projekte meist eine große Rolle. »Wichtig ist aber auch die IT-Abteilung, für die RFID zunächst eine zusätzliche Belastung darstellt«, sagt Bald. Daher sollte bei der Systemintegration »möglichst wenig« in bestehende Systeme eingegriffen werden.