IoT-Kommunikation über Satelliten Wettlauf im Weltall

IoT-Objekte werden immer mobiler und die terrestrischen Funknetze immer dichter – aber eine globale Abdeckung gibt es nur über Satelliten. Diverse Startups wollen jetzt den Platzhirschen Konkurrenz machen und setzen dazu auf Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen.

Eigentlich müsste man dabei von einer Aufholjagd sprechen, denn satellitengestützte Kommunikationsnetze sind in Nordamerika beispielsweise in der Logistik und dem Asset-Management seit Jahren und Jahrzehnten im Einsatz und haben eine bemerkenswerte Service-Qualität – den Anschub leistete dabei das Militär.

In Europa hielt sich durch die leistungsfähigen Mobilfunknetze das Interesse an einer Kommunikation über den Orbit bislang in Grenzen. Mit dem Internet der Dinge scheint sich dies jetzt zu verändern, speziell wenn die IoT-Objekte möglichst lange mit einer Batterieladung auskommen sollen und nur wenige Daten kostengünstig austauschen müssen. Statt teure, tonnenschwere Satelliten setzen die Newcomer auf Nanosatelliten in niedrigen Umlaufbahnen, die nicht nur günstig herzustellen sind, sondern auch preiswert, meist „Huckepack“ mit anderen Satelliten, ins All kommen – SAT4M2M nutzt beispielsweise die internationale Raumstation ISS als Träger.

Sowohl bei den Newcomern als auch bei den Platzhirschen gibt es dieses Jahr viele Aktivitäten und Satellitenstarts und damit noch vor 5G neue Optionen in der Vernetzung von IoT-Objekten.