Kommunikation T-Mobile-Fusionspartner Sprint fährt weiter Verluste ein

Der US-Mobilfunker Sprint fährt vor der geplanten Übernahme durch die Telekom-Tochter T-Mobile US weiter rote Zahlen ein. Von April bis Juni fiel beim viertgrößten Anbieter im Land ein Verlust von 111 Millionen US-Dollar (100 Mio Euro) an, wie Sprint mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen einen Gewinn von 176 Millionen Dollar gemacht, war aber zwischen Januar und März wegen einer milliardenschweren Abschreibung bereits in die Verlustzone gerutscht.

Auch beim Umsatz hapert es. Zwar konnte Sprint diesen bei 8,1 Milliarden Dollar stabil halten. Grund dafür war aber ein Anstieg beim weniger profitablen Verkauf und der Vermietung von Smartphones und Tablets. Im Kerngeschäft, dem Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen, verzeichnete Sprint einen Rückgang von 3 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Im ersten Geschäftsquartal legte die Zahl der Vertragskunden im Mobilfunk um 134 000 zu - viel weniger als bei T-Mobile US und Verizon.

Dem Übernahmevorhaben von T-Mobile US, mit dem die Bonner Konzernmutter ihr seit Jahren rasant wachsendes US-Geschäft noch ausbauen will, drohen derweil nach der grundsätzlichen Erlaubnis des US-Justizministeriums weitere Hürden. Am Donnerstag schloss sich mit Texas der erste republikanisch regierte US-Bundesstaat einer Klage an, in der dreizehn demokratische Staaten und der Bezirk der Bundeshauptstadt Washington gegen das Fusionsvorhaben vorgehen. Ihrer Ansicht nach ist die geplante Fusion schädlich für den Wettbewerb und die Kunden.