Apple Schwaches Apple-Ergebnis drückt auf Börsenstimmung

Gerüchte gibt es schon lange - plant Apple jetzt wirklich, eigene Prozessoren für die PCs zu entwickeln?
Die schlechten Zahlen von Apple könnten ein Hinweis darauf sein, dass sich der Handelsstreit mit den USA 2019 stärker als bisher auf die Wirtschaft Chinas auswirkt. Noch plant die chinesische Regierung mit einem Plus von 6,5 % für 2019.

Das enttäuschende Weihnachtsgeschäft von Apple: Schlägt der Handelsstreit mit China schon durch? Droht Abschwung der Weltwirtschaft?

Schwache Daten aus den USA drückten zusätzlich auf die Stimmung. Die Folgen bekam auch der deutsche Aktienmarkt zu spüren. Der Leitindex Dax büßte zum Börsenschluss 1,55 Prozent auf 10.416,66 Punkte ein. Der jüngste Erholungsversuch ist damit erst einmal verpufft. Ähnlich erging es dem MDax der mittelgroßen Unternehmen, der um 1,39 Prozent auf 21 398,35 Zähler absackte.

Dax so schwach wie in der Finanzkrise 2008

Ein deutliches Plus am letzten Handelstag hatte nichts daran geändert, dass der Dax 2018 so schwach wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr abgeschnitten hatte. Zum Auftakt des neuen Börsenjahres hatte er es letztlich noch knapp ins Plus geschafft.
Anders als am Mittwoch blieb nun der Rückenwind von der Wall Street aus: Der dortige Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende fast zweieinhalb Prozent im Minus. Das bekamen auch die wichtigsten europäischen Indizes zu spüren. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,29 Prozent auf 2954,66 Zähler nach unten. Die nationalen Indizes in Paris und London sanken ebenfalls.

»Anleger, die nach einem turbulenten Börsenjahr 2018 auf einen ruhigeren Start ins neue Jahr gehofft haben, wurden und werden weiter enttäuscht«, schrieb Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Neben den Verhandlungen zwischen den USA und China im Handelsstreit rückten zunehmend die wirtschaftlichen Entwicklungen in China in den Fokus. Die zur Wochenmitte veröffentlichten Stimmungsdaten aus der Industrie deuteten schon auf eine Abschwächung der Konjunktur in dem riesigen Land hin, was Experten zufolge auch negativ auf die Weltwirtschaft ausstrahlen könnte. Am Donnerstag folgten ebenfalls enttäuschende Daten zur Stimmung in den US-Industrieunternehmen.

Auch die Aktien asiatischer Zulieferer von Apple fielen. Dazu gehören Murata Manufacturiong, Taiyo Juden, TDK, Japan Displays – die zudem eigene sorgen hat –, Foxconn, Wistron, Pegatron, Laragan Precision und Catcher Technology. Der TSMC-Kurs ging um 3 Prozent zurück.