Corona und Smartphone-Produktion Minus 13 Prozent im ersten Quartal

Im gesamten Jahr 2020 wird die Produktion von Smartphones wegen des Corona-Virus gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 3,5 Prozent zurückgehen.

Frühestens in der zweiten Jahreshälfte könne zur Normalität zurückgekehrt werden. Das prognostizieren die Analysten von Trendforce. Denn die Smartphone-Lieferkette spürt die Auswirkungen des Covid-19-Ausbruches deutlich: Relativ wenige Arbeiter sind bisher in die Fabriken zurückgekehrt, die nur zögerlich die Produktion aufnehmen, Logistik und Transport funktionieren nicht wie gewohnt.

Hatte Trendforce vor dem Covid-19-Ausbruch noch mit einer Produktion von 307 Mio. Smartphones im ersten Quartal 2020 gerechnet, so korrigierten die Analysten die Zahl nun um 13,3 Prozent auf 270 Mio. Stück herunter. Für das zweite Quartal prognostizieren sie 318 Mio. Stück, was gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent niedriger liegt.

Unter der Annahme, dass der Ausbruch bis Ende des zweiten Quartals unter Kontrolle ist, werde auch die Nachfrage nach Smartphones ab dann wieder wachsen. Insgesamt sagen die Auguren für 2020 rund 1,35 Mrd. verkaufte Smartphones voraus, was um 3,5 Prozent unter der ursprünglichen Prognose von 1,41 Mio. Stück liegt.

China gebe im Moment viel Geld für die Bekämpfung des Covid-19-Ausbruchs aus, was die Finanzmittel begrenzen könnte, die in den 5G-Aufbau fließen. Deshalb reduziert Trendforce auch die ursprüngliche Prognose für die Zahl der 2020 verkauften 5G-Typen: Statt 250 Mio. Stück würden es jetzt voraussichtlich nur 200 Mio. werden, was einer Durchdringungsrate von 15 Prozent entspräche.