smart-TEC: Smart Maintenance via RFID Mehr Produktivität durch effiziente Wartung

Wartung durch mobile Schwingungsmessgeräte 
mit Hilfe von individuell entwickelten smart-TEC-RFID-Transpondern bei FIS FAG Industrial Service.
Wartung durch mobile Schwingungsmessgeräte mit Hilfe von individuell entwickelten smart-TEC-RFID-Transpondern bei FIS FAG Industrial Service.

Smart Factories sind in Deutschland schon lange das zentrale Thema im Zuge des Wandels hin zur Industrie 4.0. Ziel ist die nachhaltige Steigerung der Produktivität und Effizienz durch die digitale Vernetzung zwischen Maschinen, Rohstoffen, Produkten und Menschen.

Hierfür müssen intelligente Technologien, die jetzt schon verfügbar sind, wie etwa RFID, zielgenau in den Wertschöpfungsprozess implementiert werden. Entscheidender Bestandteil des unternehmerischen Erfolgs ist dabei die zuverlässige kosten- und zeiteffiziente Durchführung von Wartung, Service und Instandhaltung.

Diese Prozesse beziffern bis zu 40 % der Unternehmenskosten. Allein die Instandhaltungsaufwendungen für Sachanlagen, Wohnungswirtschaft, private Haushalte und Kraftfahrzeuge betrugen in Deutschland 2009 rund 255 Mrd. Euro. Eine Studie des VDI zum "Instandhaltungsaufwand in Deutschland" schätzt die indirekten Instandhaltungskosten sogar auf das 3- bis 5-Fache. Vor diesem Hintergrund sind effiziente Prozesse unter Verwendung innovativer Technologien gefragter denn je - Smart Maintenance. Die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) wird hierbei immer mehr essenzieller Bestandteil intelligenter Instandhaltungsprozesse.

Grundsätzlich eignen sich RFID-Transponder im Hochfrequenzbereich von 13,56 MHz sowie im Ultrahochfrequenzbereich von 860 bis 960 MHz besonders gut für den Einsatz im Bereich Smart Maintenance. Entscheidend für die erfolgreiche Einbindung von RFID-Technologien ist die exakte Kenntnis der Rahmen- und Einsatzbedingungen. So müssen die passenden RFID-Transponder hinsichtlich der Frequenz und der RFID-Lesegeräte ausgewählt werden. Beispielsweise lassen sich alternativ zu robusten und industrietauglichen RFID-Lesegeräten auch Smartphones als Leseeinheit einsetzen. Dazu werden die Transponder von smart-TEC anstatt mit einem RFID-Chip mit einem NFC-Chip ausgestattet. Dies reduziert die Einstiegskosten und verkürzt den ROI-Zeitraum.

Bei der Auswahl der Komponenten ist zudem zu berücksichtigen, in welchem Umfeld die Transponder eingesetzt werden, welche Lesereichweiten benötigt werden und welchen Umwelteinflüssen sie ausgesetzt sind. Gerade in Produktionsprozessen müssen sie oft widerstandsfähig gegenüber chemischen Substanzen wie Laugen, Säuren und Fetten sein. Auch Nässe, Schmutz und hohe Temperaturen sind wichtige Parameter, die sich auf die Auswahl der RFID-Transponder auswirken. Lange waren hohe Temperaturen eine der größten Herausforderung für RFID-Transponder. Heute können sogar Etiketten (smart-Labels) mit integrierten RFID-Transpondern für einen definierten Zeitraum problemlos Temperaturen von bis zu 180 °C standhalten.

Papier- und kontaktlose Wartung
durch Smart Maintenance

Meist sind Wartungs-, Service- und Instandhaltungsprozesse durch schier endlosen Papierkrieg begleitet - insbesondere, weil ein lückenloser Nachweis aller Prozesse zwingend erforderlich ist. Der Einsatz von RFID-Technologie löst dieses Problem mühelos, weil jedes mit einem RFID-Transponder versehene Produkt/Gerät durch die weltweit einmalige Identifikationsnummer (UID) des RFID-Transponders eindeutig identifizierbar ist. So wird der spezifische Nachweis von relevanten Prozessschritten lückenlos gewährleistet. Ein weiterer immenser Vorteil gegenüber anderen Identifikationssystemen ist, dass RFID-Lesegeräte keinen mechanischen Kontakt oder Sichtkontakt zum RFID-Transponder benötigen. RFID-Transponder können trotz Verschmutzung oder der Anbringung an schwer zugänglichen Stellen, problemlos ausgelesen werden.