Blockchain für die Justiz LegalThings digitalisiert holländisches Gesetzgebung

Das holländische Justizministerium will Gesetze auf Basis der Blockchain noch in diesem Jahr zugänglich machen und hat sich dabei für das System von LegalThings entschieden.

Die Firma LegalThings wird die holländische Justizsystem auf Basis der Blockchain-Technik digitalisieren.

Das holländische Justizministerium will Gesetze auf Basis der Blockchain noch in diesem Jahr zugänglich machen und hat sich dabei für das System von LegalThings entschieden. Die Firma konnte sich gegen Wettbewerber wie Capgemini und CGI durchsetzen.

Die holländische Regierung hat bereits mehrere Blockchain-Projekte auf verschiedenen Sektoren auf den Weg gebracht. Damit soll es der Bevölkerung ermöglicht werden, an der Regierung stärker mitzuwirken und so einfach wie möglich mit staatlichen Institutionen in Verbindung zu treten.

Einen der Schwerpunkte bildet die Digitalisierung der Gesetze. Das betrifft ganz unterschiedliche Bereiche der Gesetzgebung, von den Steuergesetzen über Pensionen bis zu lokale Regulierungen und sogar der Strafgesetzgebung. Über die Blockchain-Technik können sich die Bürger besser als bisher einbringen, Betrug und Missbrauch lässt sich eindämmen. Außerdem bietet die Technik den Bürgern Zugang zu objektiven Informationen ohne auf Rechtsanwälte oder andere Institutionen angewiesen zu sein.  

Während sich die meisten Blockchain-Projekte derzeit noch in der Forschungsphase befinden, will das Justizministerium die Führungsrolle übernehmen und die Technik früh in erste Anwendungen bringen. Die LegalThings-One-Platform, die mit der Platform von Ethereum vergleichbar ist, eignet sich dazu besonders. Mit den Live Contracts von LegalThings One will das Ministerium Teile des holländischen Strafrechts digitalisieren. Zunächst die Teile, die sich mit leichter Kriminalität beschäftigen. Denn Richter und Polizei sind den größten Teil ihrer Zeit mit Kleinkriminalität, wie etwa der Besitz kleiner Mengen von Drogen, beschäftigt. Sie sollten aber davon befreit werden, um sich besser auf die wirklich wichtigen Fälle konzentrieren zu können.