Die seriöse Blockchain Jenseits der Kryptowährungen

Wie sich der Wert der Bitcoins entwickeln weiter entwickeln wird? Sicher sind sich die Experten nicht – das Sicherheitsniveau, das vor  Manipulationen schützt, liegt für die Kryptowährung allerdings hoch.
Wie sich der Wert der Bitcoins entwickeln weiter entwickeln wird? Sicher sind sich die Experten nicht – das Sicherheitsniveau, das vor Manipulationen schützt, liegt für die Kryptowährung allerdings hoch.

Weil sich die Kryptowährungen explosionsartig im Wert gesteigert haben, sind sie derzeit das große Thema. Doch die Blockchain ist viel mehr.

Ein Beispiel dafür, wie sich die Blockchain für andere Dinge als Kryptowährungen einsetzen lässt,  ist die sichere Registrierung, über das der Landbesitz vor Manipulationen geschützt verwaltet werden kann. Hier ersetzt die Blockchain ein meist staatliches Grundbuchamt. Es in Deutschland zu ersetzen, wäre wohl im Moment nicht sinnvoll, denn alles klappt seit zig Jahren sehr gut. In vielen Staaten der Welt funktionieren solche Institutionen dagegen schlecht oder gar nicht. Es besteht keine Rechtssicherheit, Manipulationen sind Tür und Tor geöffnet. Kein Wunder, dass sich einige Start-ups dieses Themas annehmen. Auf der Blockchain beruhende Verfahren, die Grundbuchämter ersetzen, könnten in solchen Ländern für die so dringend für die gedeihliche Entwicklung erforderliche Rechtssicherheit sorgen. Die 2014 gegründete Firma Factom beispielsweise kümmert sich um solche Märkte und möchte nicht geringeres als die Welt ehrlicher und transparenter, also schlussendlich vertrauenswürdiger zumachen. 

»Blockchain-Zertifikate« ließen sich aber auch nutzen, um Wertgegenstände die Echtheit bescheinigen zu können. Produkte könnten sich über die Lieferkette verfolgen lassen, in der Logistik böten sich vielfältige Möglichkeiten. Eine sehr viel versprechende Anwendung wären Smart Contracts. Diese intelligenten Verträge könnten sich selbst bei Bedarf aktivieren und dann gewisser Prozesse einleiten.

Wie sich Daten handeln lassen

Ein Beispiel dafür, wie sich der kleinteilige Handel ganz neue Möglichkeiten schafft, hat IOTA Foundation gegeben. Ihre Version der Blockchain-Plattform nennt sich IOTA. Auf ihrer Basis wurde MIOTA, eine Währung ähnlich wie Bitcoin, geschaffen, die über die letzten Wochen und Monaten, wie viele andere Kryptowährungen – enorm an Wert gewonnen hat.

Das aber ist gar nicht das vorrangige Ziel von IOTA. Vielmehr geht es der Firma darum, das Potenzial, das in den vielen Daten steckt, die über die Dinge im IoT gesammelt werden, zu heben. Derzeit werden Daten zumeist in abgeschlossenen Systemen gesammelt. Sehr häufig sammeln Firmen diese Daten und sie sammeln sie deshalb, um die Fertigung smart zu machen und ihre Geschäftsabläufe zu verbessern. Die Daten zu sammeln kann teuer sein, die Daten sind für die jeweilige Firma oft wertvoll und sie will sie gar nicht in die Hände Dritter kommen lassen. Diese Daten verbleiben also im Silo, in dem sie erstellt wurden. Darunter können auch Daten sein, die für die Firma nicht interessant sind, die sie also ohne weiteres an Dritte weitergeben könnte. Allerdings würde sie gerne einen gewissen Preis dafür verlangen. Leider gibt es heute gibt es keine Plattform, über die dies bequem und zu erschwinglichen Kosten möglich wäre.  

Die Idee hinter IOTA: Genau so eine Plattform zu schaffen. Die Daten könnten die Firmen aus ihren Silos entlassen, es würde ein riesiger Datensee entstehen, aus denen sich interessierte die Daten entnehmen könnten und bezahlen, die für ihre jeweiligen Geschäftsmodelle interessant wären. Die eigentliche Motivation hinter der IOTA Foundation besteht also darin, die Daten so zugänglich und handelbar zu machen, dass sie ihre Silogrenzen verlassen können – und dass dies ihren jeweiligen Erzeugern auch Geld bringt. Erst dann können weitere Firmen diese Daten nutzen, um daraus Dienstleistungen zu kreieren, die sie wiederum auf dem Markt  anbieten können, um ihrerseits Geld zu verdienen.