Sicherheitsbedenken Huawei wehrt sich

Angeblich denkt Huawei darüber nach, sich aus dem US-Markt zurück zu ziehen.
Huawei hat eine Öffentlichkeitsoffensive gestartet, um Sicherheitsbedenken gegen den Konzern zurückzuweisen.

Der Deutschland-Chef von Huawei weist Sicherheitsbedenken gegenüber den Geräten des Unternehmens zurück. In Bonn betreibt Huawei ein Sicherheitsbüro.

»Huawei-Produkte sind nur wie ein Ziegelstein«, sagte Dennis Zuo vor deutschen Journalisten, die am Dienstag das Cyber-Sicherheitslabor des Unternehmens in Dongguan in Südchina besichtigen konnten. »Er wird nach bestimmten Standards gebaut. Es lässt sich nicht sagen, dass die Sicherheit des Hauses von diesem Ziegelstein abhängt.« Wenn ein ganzes Haus gebaut werde, hänge die Sicherheit vielmehr von vielen anderen Dingen ab.

Das Gespräch mit den deutschen Journalisten ist Teil einer Öffentlichkeitsoffensive des größten Netzwerkausrüsters und zweitgrößten Handyherstellers der Welt, der schwer unter Druck geraten ist. Wegen Bedenken, dass die Ausrüstung ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte, ist Huawei praktisch vom nationalen Netzwerk-Markt in den USA ausgeschlossen. US-Behörden drängen andere Staaten, ihrem Beispiel zu folgen. In Australien, Neuseeland, Großbritannien und auch Norwegen gibt es bereits ein Umdenken oder es wird noch geprüft.

Auch in Deutschland wird neu über den Einsatz von Huawei-Produkten beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes diskutiert, für das im Frühjahr die Lizenzen vergeben werden. Huawei hat in Bonn ein Sicherheitslabor eröffnet, wo das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) und Netzbetreiber mithilfe der geheimen Quellcodes die Sicherheit der Produkte testen können. In Deutschland kooperiert Huawei mit allen drei Mobilfunkbetreibern.