Digitaler Binnenmarkt EU-Domains für EU-Exilanten?

Eine EU-Flagge und eine britische Nationalflagge, der Union Jack, wehen vor dem britischen Parlament im Palace of Westminster, während eine Demonstration gegen den Brexit stattfindet.
Die Diskussion über den Brexit scheint die .eu-Domain-Diskussion beflügelt zu haben.

Die EU-Kommission schlägt neue Maßnahmen zur Vereinfachung des bestehenden Rechtsrahmens der EU-Domains vor. Bürgern aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EU/ EFTA) soll die Registrierung von EU-Domains ermöglicht werden, auch wenn ihr gegenwärtiger Wohnsitz außerhalb des EU/EFTA-Raumes liegt.

Die Kommission begründet ihren Vorschlag so: »Diese Maßnahmen verbessern das Potenzial der .eu-Top-Level-Domain als vertrauenswürdiger und innovativer Namensraum für den digitalen Binnenmarkt, indem sie mehr Flexibilität bieten und die aktuellen Regeln an den sich schnell ändernden Domain-Markt anpassen.«

Anlass für diese Überlegung sollen die Diskussionen um den harten Brexit gewesen sein, da die Briten dann nicht mehr EU-Domains registrieren dürften. In diesem Zusammenhang könnte man auch den Vorschlag der EU-Kommission sehen: Zielt dieser Vorschlag darauf ab, eine neue Zielgruppe für die EU-Domains zu erschließen und so einen Ausgleich für einen möglichen Verlust der Briten zu schaffen?