Hintergründe zu FiRa Eine zweite Chance für UWB

FiRa soll größer werden

Dass das FiRa-Konsortium UWB nicht in Konkurrenz zu anderen Funktechniken steht, sondern die Technik für komplementär hält, zeige sich laut Dachs auch daran, dass das FiRa-Konsortium mit Konsortien für WiFi, NFC oder Bluetooth zusammenarbeitet. Dachs: »Wenn es beispielsweise um den physikalischen Zugang geht, halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass in der Definition dieses Anwendungsfalls festgelegt wird, dass die frühe Erkennung eines Geräts zum Beispiel über Bluetooth läuft und dann bei einer weiteren Annäherung UWB übernimmt und eine sichere Authentifizierung mit Lokalisierung durchführt. Bei der Zusammenarbeit mit den anderen Konsortien geht es darum, festzulegen, wie diese Übergabe funktionieren soll.«

Aus der Sicht des Konsortiums ist UWB aufgrund seiner Eigenschaften in folgenden Bereichen unverzichtbar:

  • Nahtlose Zugangskontrolle
  • Standortbasierte Dienste (Lokalisierung)
  • Gerät-zu-Gerät-Dienste (Peer-to-Peer)

FiRa setzt als Ausgangspunkt auf den IEEE-Standard 802.15.4/4z für den PHY- und den MAC-Layer, die wiederverwendet werden. Das Konsortium konzentriert sich laut Dachs auf alles, was notwendig ist, um diese zwei Layer zu ergänzen. Dachs: »Das Konsortium startet damit, Anwendungsfälle zu definieren.« Beim ersten Anwendungsfall, der bereits in Arbeit ist, handelt es sich um einen sicheren physikalischen Zugang, jenseits von Fahrzeugzugangssystemen, denn das wurde schon von CCC definiert. In der entsprechenden Arbeitsgruppe definieren die Mitglieder den Anwendungsfall, wie die Benutzererfahrung aussehen soll, wie die Implementierung sein muss und wie klargestellt wird, dass die Implementierung konform zu der Art ist, wie der Anwendungsfall im Konsortium definiert wurde.

Als erste Mitglieder sind Sony Imaging Products & Solutions, LitePoint und die Telecommunications Technology Association (TTA) der neu gegründeten Organisation beigetreten. Dachs betont abschließend: »Es ist wichtig, dass sich möglichst viele Unternehmen FiRa anschließen, denn sonst ist eine Interoperabilität nicht gewährleistet. Dementsprechend ist jedes Unternehmen herzlich eingeladen, sich dem Konsortium anzuschließen.«