5G in Deutschland Doch nicht mit Huawei?

Huawei stellt Smartphone-Chip mit eingebautem 5G-Modem vor.

Kürzlich sah es noch so aus als ob sich Huawei am 5G-Netzaufbau in Deutschland beteiligen dürfte, jetzt sagt das Außenministerium nein.

Huawei sei vom Staat abhängig und müsse Informationen an den Staat weiterleiten, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maaß laut Reuters. Damit sei der Schutz der Daten nicht gewährleistet Aus diesem Grund könne Huawei die Vertrauensprüfung, die zusätzlich zu den technischen Kriterien erforderlich sei, nicht bestehen.

Nach dem was Heiko Maas jetzt verlauten ließ, müsste Huawei zumindest von Teilen des 5G-Aufbaus ausgeschlossen werden. Die Bundesnetzagentur hatte kürzlich ein Entwurfspapier veröffentlicht, das Regeln für den sicheren Bau und Betrieb eines Netzes vorsieht. Nach den dort veröffentlichten Regeln wäre Huawei in Deutschland nicht generell vom 5G-Ausbau ausgeschlossen worden.

Dagegen haben die USA und die EU-Kommission davor gewarnt, Huawei beim 5G-Aufbau mitmachen zu lassen, weil dann Spionage zu befürchten sei. Auch die SPD und der BDI hatten das Entwurfspapier kritisiert.

Alle Netzbetreiber in Deutschland beziehen Geräte zum Aufbau der Mobilnetzinfrastruktur von Huawei, die auf einen weltmarkten Marktanteil von 28 Prozent kommt. Viele Geräte arbeiten bereits in den früheren Netzgenerationen. Die Netzbetreiber haben davor ihrerseits gewarnt, Huawei auszuschließen, weil der 5G-Ausbau dann sehr viel teurer käme und  sich zeitlich verzögern würde.